Branchenmarketing
Local SEO für Immobilienmakler: Wie Sie Ihre tatsächliche Marktregion online abbilden

Tobias Werner, Funktioniert Einfach
· 12 Min. Lesezeit
Eine Eigentümerin möchte ihre Wohnung verkaufen und sucht einen Makler, der ihren Markt versteht. Auf Ihrer Website findet sie eine lange Liste von Städten, aber kaum Informationen zu ihrer Situation. Ein Kaufinteressent entdeckt dagegen ein älteres Exposé und kann nicht erkennen, ob die Immobilie noch angeboten wird. Beide Fälle zeigen dasselbe Problem: Ortsnamen allein schaffen noch keine hilfreiche regionale Orientierung.
Local SEO für Immobilienmakler verbindet die tatsächliche Tätigkeit vor Ort mit passenden Inhalten und einer verständlichen Website-Struktur. Dazu gehören nachvollziehbare Marktinformationen, klare Leistungsbeschreibungen und ein aktuelles Unternehmensprofil. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie daraus einen redaktionellen Arbeitsplan entwickeln. Die Beispiele sind fiktive Planungshilfen und keine dokumentierten Kundenergebnisse.
1. Unterscheiden Sie Eigentümerfragen von der Immobiliensuche
Bevor Sie regionale Seiten planen, klären Sie deren Aufgabe. Möchten Sie Eigentümer erreichen, die einen Verkauf vorbereiten? Sollen Käufer aktuelle Angebote finden? Oder möchten Vermieter Ihre Unterstützung bei der Vermietung kennenlernen? Diese Anliegen benötigen unterschiedliche Informationen und nächste Schritte.
Eine Person, die „Wohnung kaufen“ sucht, möchte vor allem passende Objekte sehen. Eine Eigentümerin mit Verkaufsabsicht interessiert sich eher für den Ablauf, die Vorbereitung und Ihre tatsächliche Tätigkeit in ihrer Region. Eine einzige Seite kann auf beide Wege verweisen. Sie sollte jedoch nicht versuchen, alle Fragen in derselben Reihenfolge zu beantworten.
Formulieren Sie für jede geplante Seite einen einfachen Satz: „Diese Seite hilft einer bestimmten Person bei einer bestimmten Entscheidung.“ Für eine regionale Eigentümerseite könnte das heißen: „Sie hilft Wohnungseigentümern, die nächsten Schritte für einen möglichen Verkauf in ihrem Ort zu verstehen.“
Google nennt für lokale Suchergebnisse vor allem Relevanz, Entfernung und Bekanntheit beziehungsweise Beliebtheit. Die eigene Entfernung zu Suchenden lässt sich nicht durch häufigere Ortsnennungen verändern. [1] Arbeiten Sie deshalb an zutreffenden Informationen und nachvollziehbaren regionalen Angeboten, ohne eine bestimmte Kartenposition zu versprechen.
Halten Sie auch Ihre geschäftliche Priorität fest. Wenn Sie neue Verkaufsaufträge benötigen, sind zahlreiche Anfragen zu einem günstigen Mietobjekt kein ausreichender Nachweis, dass Ihre Eigentümeransprache funktioniert. Diese Unterscheidung sollte bereits in der Inhaltsplanung sichtbar sein.
2. Planen Sie Ihre Region anhand tatsächlicher Tätigkeit und Belege
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme Ihrer Arbeit. In welchen Orten übernehmen Sie tatsächlich Aufträge? Welche Objektarten betreuen Sie? Welche Fragen können Sie aus vorhandener Praxis beantworten? Und welche Informationen dürfen Sie öffentlich verwenden?
Die folgende Matrix beschreibt einen vollständig fiktiven Maklerbetrieb. Die Bezeichnungen „Kernstadt“, „Nachbarstadt“ und „Umlandgemeinde“ stehen für gedachte Arbeitsgebiete. Sie enthalten keine Aussage über reale Immobilienmärkte.
| Geplanter Schwerpunkt | Im Beispiel vorhandene Grundlage | Sinnvolle redaktionelle Entscheidung |
|---|---|---|
| Eigentumswohnungen in der Kernstadt | Freigegebene Projektinformationen und dokumentierter Beratungsablauf | Eigentümerseite mit konkretem Ablauf und belegbaren Beispielen ausarbeiten |
| Häuser in der Nachbarstadt | Tatsächliche Betreuung, aber noch keine veröffentlichbare Referenz | Leistungen und Vorbereitung erklären, keine Referenz erfinden |
| Vermietung in der Umlandgemeinde | Leistung wird gegenwärtig nicht angeboten | Keine entsprechende Leistungsseite veröffentlichen |
| Gewerbeobjekte im gesamten Gebiet | Fachliche Zuständigkeit und Kapazität ungeklärt | Angebot intern klären, bevor Inhalte geplant werden |
Die Matrix ist keine Aufforderung, für jede Kombination eine neue URL zu erstellen. Häufig genügt zunächst eine klare Leistungsseite mit einem verständlichen Abschnitt zum betreuten Gebiet. Eine zusätzliche Ortsseite sollte eine eigenständige Frage beantworten und dafür genügend substanzielle Informationen bieten.
Google beschreibt als Doorway-Missbrauch unter anderem ähnliche regionale Seiten, die Nutzer lediglich zu derselben eigentlichen Zielseite weiterleiten. [2] Ein ausgetauschter Stadtname mit ansonsten gleichem Text ist deshalb keine überzeugende regionale Inhaltsstrategie.
Legen Sie für jeden geplanten Beitrag intern fest, wer die Angaben bestätigen kann. Eine hilfreiche Notiz lautet beispielsweise: „Leistungsgebiet durch Geschäftsführung bestätigt; Projektfotos noch nicht freigegeben; Marktquelle wird vor Veröffentlichung geprüft.“ So bleibt sichtbar, welche Grundlage vorhanden ist und welche Arbeit noch fehlt.
3. Ordnen Sie Marktdaten ein, bevor Sie daraus Aussagen machen
Regionale Informationen gewinnen an Wert, wenn Leser verstehen, woher sie stammen und wofür sie geeignet sind. Eine Preisangabe ohne Zeitraum, Objektart und Datenbasis kann dagegen eine Genauigkeit vortäuschen, die tatsächlich nicht vorhanden ist.
Für Nordrhein-Westfalen bietet BORIS-NRW unter anderem Bodenrichtwerte, verfügbare Immobilienrichtwerte und Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse. Die Bezirksregierung Köln beschreibt diese Angebote und ihre unterschiedlichen Inhalte. [3] Welche Daten für Ihren konkreten Ort und die gewünschte Objektart vorliegen, müssen Sie im jeweiligen Angebot prüfen.
Unterscheiden Sie außerdem angebotene Preise von tatsächlich vereinbarten Kaufpreisen. Ein sichtbares Immobilieninserat zeigt zunächst eine Angebotsvorstellung. Die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse haben eine andere Grundlage: § 195 BauGB regelt unter anderem die Übermittlung entsprechender Verträge an den Gutachterausschuss. [4] Die beiden Datenarten dürfen in Ihrem Text nicht unbemerkt gleichgesetzt werden.
Für jede veröffentlichte Marktaussage empfiehlt sich ein kurzer interner Quellenvermerk:
| Prüfpunkt | Was Sie festhalten sollten |
|---|---|
| Herausgeber und Fundstelle | Wer veröffentlicht die Daten, und wo ist die konkrete Angabe zu finden? |
| Gebiet | Stadt, Teilgebiet, Kreis oder andere räumliche Abgrenzung |
| Objektgruppe | Welche Immobilien sind tatsächlich erfasst? |
| Zeitraum und Stichtag | Auf welche Beobachtungen und welchen Zeitpunkt bezieht sich die Aussage? |
| Bedeutung des Werts | Angebotspreis, Kaufpreis, Richtwert oder andere Kennzahl |
| Grenzen | Welche Eigenschaften, Fälle oder aktuellen Entwicklungen sind nicht abgedeckt? |
| Überprüfung | Wer kontrolliert die Aussage erneut und aus welchem Anlass? |
Ein neu veröffentlichter Bericht kann überwiegend Daten aus einem zurückliegenden Zeitraum enthalten. Schreiben Sie deshalb nicht automatisch „aktuelle Verkaufspreise“, nur weil Sie das Dokument heute geöffnet haben.
Leiten Sie aus einem allgemeinen Kennwert auch keinen zugesicherten Verkaufspreis für eine einzelne Immobilie ab. Dieser Artikel enthält bewusst keine Preiszahlen und keine Immobilienbewertung. Sein Zweck ist die verständliche Darstellung von Quellen, Aussagen und Grenzen auf Ihrer Website.
4. Schreiben Sie eine regionale Seite, die eine echte Entscheidung unterstützt
Eine hilfreiche Eigentümerseite sollte erklären, wie Ihre Leistung im beschriebenen Gebiet tatsächlich abläuft. Sehenswürdigkeiten und allgemeine Stadtbeschreibungen können einen Ort charakterisieren. Sie ersetzen jedoch keine Informationen zum geplanten Immobilienverkauf.
Für eine erste regionale Seite können Sie mit sechs Bausteinen arbeiten. Beginnen Sie mit der angebotenen Leistung und der betreuten Objektart. Beschreiben Sie anschließend Ihren örtlichen Bezug. Danach folgen ein verständlicher Ablauf, passende Informationen zur Vorbereitung, belegbare Beispiele und ein klarer Kontaktweg.
Ein eigener redaktioneller Musteranfang für den fiktiven Betrieb aus der Matrix könnte lauten:
Sie überlegen, Ihre Eigentumswohnung in unserer Kernstadt zu verkaufen? Im ersten Gespräch klären wir Ihre Ausgangssituation, den gewünschten Zeitrahmen und die bereits vorhandenen Objektinformationen. Anschließend besprechen wir, welche Unterlagen und weiteren Schritte für die Vorbereitung erforderlich sind. Unser Büro betreut Eigentumswohnungen in diesem Gebiet; die konkrete Vorgehensweise stimmen wir mit Ihnen und den Eigenschaften des Objekts ab.
Das Muster illustriert den Aufbau. Es darf nicht unverändert als Beleg für eine reale Tätigkeit veröffentlicht werden. Ersetzen Sie allgemeine Bezeichnungen durch zutreffende Angaben und ergänzen Sie Ihren tatsächlich angebotenen Ablauf.
Die Vorbereitung kann beispielsweise erklären, welche vorhandenen Unterlagen Sie im Gespräch zunächst sichten und wie fehlende Informationen anschließend geklärt werden. Beschreiben Sie dabei Ihre eigene Leistung. Erwecken Sie nicht den Eindruck, dass ein kurzer Websiteartikel sämtliche rechtlichen oder objektspezifischen Fragen beantwortet.
Ortskenntnis lässt sich auch ohne Preisbehauptung zeigen. Sie können auf passende amtliche Informationsangebote verweisen, räumliche Abgrenzungen verständlich machen und erklären, welche Standortangaben Sie für eine Objektbeschreibung prüfen. Aussagen zu Schulen, Verkehrsanbindungen oder Planungen brauchen verlässliche, aktuelle Grundlagen. „Beste Lage“ allein erklärt wenig.
Wenn echte Referenzen vorliegen, nennen Sie Ihren nachweisbaren Leistungsanteil und den Kontext. Eine vorhandene Fotografie beweist noch nicht, dass Ihr Büro den Verkauf vermittelt hat. Fehlende Freigaben ersetzen Sie durch ein ausdrücklich gekennzeichnetes Ablaufbeispiel, nicht durch eine erfundene Erfolgsgeschichte.
5. Trennen Sie dauerhafte Informationen von wechselnden Angeboten
Ihre Website erfüllt mehrere Aufgaben: Sie erklärt Leistungen, vermittelt regionale Orientierung und zeigt gegebenenfalls aktuelle Immobilienangebote. Diese Inhalte haben unterschiedliche Lebenszyklen. Ein allgemeiner Verkaufsablauf kann länger relevant bleiben als ein einzelnes Exposé.
Planen Sie deshalb eine überschaubare Struktur. Eine Leistungsseite erklärt Ihre Unterstützung beim Verkauf. Eine regionale Seite ergänzt eigenständige örtliche Informationen. Eine Angebotsübersicht führt zu verfügbaren Immobilien. Einzelne Exposés beschreiben das jeweilige Objekt und seinen aktuellen Status.
Googles SEO-Startleitfaden empfiehlt eine verständliche Organisation von Inhalten sowie aussagekräftige Titel und Links. [5] Für Ihre Maklerwebsite bedeutet das beispielsweise: Ein Link mit „Wohnung verkaufen in unserem betreuten Gebiet“ sollte zu dem entsprechenden Inhalt führen. „Mehr erfahren“ unter jeder beliebigen Karte lässt das Ziel schwerer erkennen.
Ordnen Sie jeder wichtigen Seite ein klares Hauptthema zu. Seitentitel, sichtbare Überschrift und Inhalt sollten zusammenpassen. Prüfen Sie vor einer Neuanlage, ob eine vorhandene Seite diese Aufgabe bereits erfüllt. Zwei nahezu gleiche Seiten müssen nicht allein wegen unterschiedlicher Formulierungen nebeneinander bestehen.
Für vergebene Immobilien braucht es eine bewusste Entscheidung. Soll die Seite als nachvollziehbare Referenz erhalten bleiben, kennzeichnen Sie den Status eindeutig und prüfen Sie die weitere Verwendung von Fotos und Objektangaben. Ein Kontaktknopf darf dann nicht weiter eine Besichtigung des vermeintlich verfügbaren Angebots versprechen.
Wenn eine Objektseite entfällt, sollte die technische Behandlung zu ihrem tatsächlichen Zustand passen. Eine pauschale Weiterleitung sämtlicher erledigter Angebote auf die Startseite schafft für frühere Interessenten wenig Orientierung. Entscheiden Sie mit der Websitebetreuung, ob eine sinnvolle Nachfolgeseite, eine zulässige Referenz oder die Entfernung die passende Lösung ist.
6. Stellen Sie Bürostandort und Marktgebiet korrekt dar
Ein Maklerbüro kann mehrere Orte betreuen, ohne in jedem Ort eine Niederlassung zu besitzen. Machen Sie diesen Unterschied sichtbar. Die Formulierung „Wir betreuen Eigentümer in diesem Gebiet“ beschreibt eine Leistung. „Unser Büro vor Ort“ behauptet einen tatsächlichen Standort.
Für Google-Unternehmensprofile gelten konkrete Standortregeln. Eine lediglich gemietete Postadresse ohne tatsächlichen Geschäftsbetrieb ist kein zulässiger Ersatz für einen Standort. Für Büros in gemeinsam genutzten Räumen nennt Google unter anderem eigene Beschilderung, eigene Mitarbeitende während der Geschäftszeiten und Kundenempfang als Voraussetzungen. [6]
Tragen Sie deshalb nur zutreffende Standort- und Unternehmensangaben ein. Zusätzliche Ortsseiten auf Ihrer Website schaffen keine zusätzlichen Niederlassungen und begründen für sich allein keine weiteren Profile. Prüfen Sie bei besonderen Konstellationen die einschlägigen Profilregeln, statt einen allgemeinen Grundsatz auf jeden Einzelfall zu übertragen.
Kontrollieren Sie auch den praktischen Kontakt: Können Eigentümer erkennen, wo ein Gespräch stattfindet? Sind Besuche nur nach Vereinbarung möglich? Stimmen Telefonnummer, Websiteverweis und veröffentlichte Angaben überein? Ein Interessent sollte nicht erst am Gebäude erfahren, dass dort niemand Kundentermine wahrnimmt.
Wenn Ihr Büro umzieht oder sich der Kundenempfang ändert, gehört die Aktualisierung der Kontaktinformationen zu diesem Vorgang. Planen Sie dafür eine zuständige Person ein. Regionale Sichtbarkeit hängt im Alltag auch daran, dass vorhandene Informationen zuverlässig gepflegt werden.
7. Messen Sie Sichtbarkeit und Eigentümeranfragen als getrennte Schritte
Eine regionale Seite kann häufiger angezeigt werden, ohne sofort einen neuen Verkaufsauftrag auszulösen. Um Entwicklungen sinnvoll zu beurteilen, brauchen Sie mehrere Beobachtungen.
In der Google Search Console lassen sich unter anderem Impressionen, Klicks, Klickrate und durchschnittliche Position betrachten. Außerdem können Sie nach Seiten und Suchanfragen auswerten. Diese Werte beschreiben die Leistung in der Suche; ein Klick ist noch keine Eigentümeranfrage. [7]
Prüfen Sie bei einer regionalen Eigentümerseite zunächst, für welche erkennbaren Suchanliegen sie erscheint. Geht es um Verkaufsvorbereitung, konkrete Kaufangebote oder lediglich Ihren Unternehmensnamen? Die Zuordnung hilft, Inhalt und Erwartung zusammenzubringen. Ein im Suchbegriff genannter Ort ist dabei kein sicherer Nachweis für den tatsächlichen Wohnort des Suchenden.
Führen Sie daneben eine einfache Übersicht tatsächlicher Kontakte. Unterscheiden Sie Verkäufer, Käufer, Vermieter und sonstige Anliegen. Dokumentieren Sie nur benötigte Angaben und klären Sie den weiteren Schritt: Gespräch vereinbart, Informationen angefordert, derzeit kein passendes Anliegen oder andere nachvollziehbare Zustände.
Ein fiktives Beispiel verdeutlicht den Unterschied: In einem betrachteten Zeitraum gehen zehn eindeutige Anfragen ein. Sechs betreffen Kaufangebote, drei einen möglichen Verkauf und eine ein anderes Anliegen. Für Ihre Eigentümeransprache sind zunächst die drei Verkaufsanfragen relevant. Ob daraus Gespräche oder Aufträge entstehen, muss gesondert verfolgt werden. Diese Zahlen sind keine Prognose und stammen aus keinem Kundenprojekt.
Notieren Sie außerdem größere Änderungen an Inhalten und Kontaktwegen. Wenn Anfragen später zunehmen, beweist die zeitliche Abfolge allein noch keine Ursache. Saison, aktuelle Objekte, Empfehlungen und andere Maßnahmen können ebenfalls eine Rolle spielen. Nutzen Sie die Daten, um konkrete Fragen zu prüfen, statt jedem Ausschlag sofort eine Erfolgsgeschichte zuzuordnen.
8. Arbeiten Sie zuerst einen regionalen Schwerpunkt vollständig aus
Wählen Sie für den Beginn ein tatsächlich betreutes Gebiet und eine klare Zielgruppe. Prüfen Sie dann vorhandene Seiten, freigegebene Materialien und verfügbare Quellen. Diese Bestandsaufnahme verhindert, dass Sie bereits vorhandene Inhalte doppelt erstellen oder Texte auf ungeprüfte Annahmen aufbauen.
Schreiben Sie anschließend ein kurzes Briefing: Welche Entscheidung soll die Seite erleichtern? Welche Leistung bieten Sie dort an? Welche Aussagen sind belegt? Welche Fragen bleiben für das persönliche Gespräch? Wer hält die Seite aktuell?
Vor der Veröffentlichung lesen Sie den Entwurf aus Sicht eines Eigentümers. Ist der nächste Schritt verständlich? Ist er mit einer echten Leistung verbunden? Sind Quellen erreichbar und Daten zeitlich eingeordnet? Sind hypothetische Beispiele als solche erkennbar? Werden Bürostandort und Betreuungsgebiet korrekt unterschieden?
Prüfen Sie außerdem die Seite auf dem Smartphone. Tabellen, Links und Kontaktmöglichkeiten müssen nutzbar bleiben. Schauen Sie sich den Weg von einer bestehenden Leistungsseite bis zur neuen Information an. Ein guter Text hilft wenig, wenn er innerhalb der Website kaum auffindbar ist.
Erweitern Sie Ihre regionale Struktur erst, wenn für einen weiteren Schwerpunkt genügend eigene Informationen vorhanden sind. Ein sinnvoller Ausbau kann aus einer zusätzlichen Objektart, einem belegbaren Projektbericht oder einer häufigen Eigentümerfrage entstehen. Die reine Zahl veröffentlichter Ortsseiten ist dafür kein Qualitätsmaßstab.
Häufige Fragen zu Local SEO für Immobilienmakler
Brauchen wir für jede betreute Stadt eine eigene Seite?
Nicht automatisch. Prüfen Sie, ob Sie für den Ort eigenständige, hilfreiche Informationen und eine tatsächliche Leistung anbieten können. Wenn mehrere Orte mit demselben Ablauf betreut werden und kaum zusätzliche Inhalte vorliegen, kann eine verständliche Gebietsbeschreibung auf einer bestehenden Seite ausreichen. Eine neue URL sollte eine konkrete Aufgabe erfüllen.
Können wir mit einer Seite außerhalb unseres Bürostandorts gefunden werden?
Sie können auf Ihrer Website zutreffend beschreiben, welche weiteren Gebiete Sie betreuen. Ob und an welcher Position diese Inhalte erscheinen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Betreuungsgebiet ist jedoch kein zusätzlicher Bürostandort. Für lokale Kartenergebnisse bleibt unter anderem die Entfernung relevant; eine bestimmte Platzierung lässt sich nicht zusichern.
Dürfen wir regionale Durchschnittspreise veröffentlichen?
Verwenden Sie nur geeignete Daten, die Sie zutreffend einordnen und entsprechend den Nutzungsbedingungen verwenden können. Nennen Sie Quelle, Gebiet, Objektgruppe und Zeitraum. Erläutern Sie die Bedeutung und Grenzen des Werts. Ein allgemeiner Durchschnitt ist keine individuelle Bewertung und kein Versprechen, welchen Preis ein bestimmter Eigentümer erzielen wird.
Sollten verkaufte Immobilien auf der Website bleiben?
Das hängt vom weiteren Nutzen und den Rechten an den Inhalten ab. Ein nachvollziehbarer, freigegebener Referenzbericht kann hilfreich sein. Ein altes Exposé, das weiterhin wie ein verfügbares Angebot wirkt, erzeugt dagegen falsche Erwartungen. Entscheiden Sie bewusst über Kennzeichnung, Umfang und Kontaktweg, statt erledigte Objekte ungeprüft dauerhaft stehen zu lassen.
Wann können wir mit neuen Verkaufsaufträgen rechnen?
Dafür gibt es keine allgemeine SEO-Frist. Sichtbarkeit, Kontaktaufnahme, Entscheidung und tatsächliche Beauftragung sind unterschiedliche Schritte. Prüfen Sie zunächst technische Erreichbarkeit, passende Suchanliegen und echte Eigentümerkontakte. Eine regionale Seite kann diese Entwicklung unterstützen, garantiert aber weder eine bestimmte Zahl von Anfragen noch einen Vertragsabschluss.
Zeigen Sie Ihre Region so konkret wie Ihre Leistung
Eine überzeugende Maklerwebsite macht sichtbar, wo Sie tätig sind, welche Aufgaben Sie übernehmen und worauf Ihre Aussagen beruhen. Beginnen Sie mit einem regionalen Schwerpunkt, den Sie inhaltlich gut belegen und zuverlässig betreuen können.
Weitere Grundlagen zur Eigentümeransprache finden Sie im Beitrag über eine Maklerwebsite für passende Eigentümeranfragen. Sie möchten Ihre eigene Struktur besprechen? Maklerwebsite und regionale Inhalte planen.
Autor: Tobias Werner. Mit KI-Unterstützung erstellt. Redaktioneller Stand: 16. Oktober 2026.
Quellen und weiterführende Informationen
- [1] Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern. Relevanz, Entfernung und Bekanntheit beziehungsweise Beliebtheit.
https://support.google.com/business/answer/7091?hl=de - [2] Google Search Central: Spam policies for Google web search. Insbesondere der Abschnitt zu Doorway abuse.
https://developers.google.com/search/docs/essentials/spam-policies - [3] Bezirksregierung Köln: Grundstückswertermittlung. Übersicht der in BORIS-NRW angebotenen amtlichen Grundstücksmarktinformationen.
https://www.bezreg-koeln.nrw.de/geobasis-nrw/produkte-und-dienste/grundstueckswertermittlung - [4] Baugesetzbuch: § 195, Kaufpreissammlung. Grundlage für die Übermittlung entsprechender Verträge an den Gutachterausschuss.
https://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/__195.html - [5] Google Search Central: Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung. Organisation von Inhalten, aussagekräftige Titel und verständliche Links.
https://developers.google.com/search/docs/fundamentals/seo-starter-guide?hl=de - [6] Google Unternehmensprofil-Hilfe: Richtlinien zur Präsentation Ihres Unternehmens auf Google. Insbesondere tatsächliche Standorte und Büroanschriften.
https://support.google.com/business/answer/3038177?hl=de - [7] Google Search Console-Hilfe: Leistungsbericht für Google-Suchergebnisse. Messwerte und Auswertung nach Seiten beziehungsweise Suchanfragen.
https://support.google.com/webmasters/answer/7576553?hl=de
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