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Branchenmarketing

Social Media für Immobilienmakler: Inhalte, die auch zukünftige Verkäufer ansprechen

Tobias Werner, Inhaber von Funktioniert Einfach, Ihr persönlicher Ansprechpartner

Tobias Werner, Funktioniert Einfach

· 13 Min. Lesezeit

Ein schönes Exposé kann Menschen erreichen, die gerade eine Immobilie suchen. Ein Eigentümer, der einen möglichen Verkauf erst überlegt, hat jedoch andere Fragen: Wie beginnt die Vorbereitung? Welche Informationen werden benötigt? Was kann ein Makler bereits klären, wenn noch kein Verkaufszeitpunkt feststeht?

Wenn Ihr Profil ausschließlich neue Angebote und Verkaufsmeldungen zeigt, bleiben diese Fragen möglicherweise unbeantwortet. Ergänzen Sie deshalb Inhalte, die Eigentümer bei ihrer eigenen Orientierung unterstützen und Ihre tatsächliche Arbeitsweise verständlich machen.

Dieser Ratgeber entwickelt dafür Themen, Textmuster und einen überschaubaren Redaktionsplan. Die Beispiele sind redaktionelle Vorlagen, keine dokumentierten Kundenfälle. Sie enthalten weder individuelle Immobilienbewertungen noch eine Zusage bestimmter Reichweiten oder Verkaufsaufträge.

1. Beschreiben Sie die Situation, in der Ihre Inhalte helfen sollen

„Wir möchten Eigentümer erreichen“ ist als Ziel noch sehr weit. Manche Menschen möchten zeitnah verkaufen, andere vergleichen Möglichkeiten oder haben lediglich eine organisatorische Frage. Diese Unterschiede bestimmen, welche Information und welcher nächste Schritt passend sind.

Eine Person ohne feststehenden Verkaufsentschluss möchte vielleicht zunächst verstehen, wie ein Gespräch abläuft. Jemand mit konkretem Umzugstermin interessiert sich stärker für die Vorbereitung und die zeitliche Abstimmung. Ein Inhalt kann beide ansprechen, sollte aber nicht voraussetzen, dass jeder Leser sofort einen Vermittlungsauftrag erteilen will.

Definieren Sie für Ihre Planung drei Zustände: allgemeine Orientierung, konkrete Vorbereitung und Suche nach Unterstützung. Ordnen Sie jedem Thema einen dieser Zustände zu. Damit vermeiden Sie, unter jede hilfreiche Erklärung denselben dringlichen Verkaufsaufruf zu setzen.

Beschreiben Sie zugleich Ihre tatsächliche Zielgruppe. Betreuen Sie vor allem Wohnungen, Häuser oder bestimmte andere Objektarten? In welchem Gebiet sind Sie tätig? Welche Aufgaben übernehmen Sie? Ein Beitrag sollte keine Leistung anziehen, die Ihr Büro gar nicht anbietet.

Ein internes Themenbriefing kann sehr kurz sein: „Eigentümer einer selbst genutzten Wohnung möchten sich über die Vorbereitung informieren. Der Beitrag erklärt, welche Fragen im Erstgespräch geklärt werden. Er verspricht noch keine Bewertung und setzt keinen Verkaufsentschluss voraus.“

Solche klaren Aufgaben erleichtern die Auswahl. Eine Aufnahme einer Küche kann attraktiv wirken. Ob sie zukünftigen Verkäufern hilft, hängt jedoch davon ab, welche nachvollziehbare Information Sie damit verbinden.

2. Planen Sie Inhalte rund um Entscheidungen von Eigentümern

Eine hilfreiche Themenplanung unterscheidet Information, Einblick und Angebot. So können Sie Ihre Arbeit zeigen, ohne jede Veröffentlichung als unmittelbare Verkaufsaufforderung aufzubauen.

Die folgende Tabelle ist eine redaktionelle Planungshilfe. Die genannten Inhalte müssen an Ihr tatsächliches Angebot und Ihre fachlich geprüften Abläufe angepasst werden.

Situation oder FrageGeeigneter InhaltWas der Beitrag vermitteln sollte
Ich denke über einen späteren Verkauf nachErklärung des unverbindlichen ersten Kontakts, sofern so angebotenWelche Fragen besprochen werden und was noch nicht feststehen muss
Ich weiß nicht, wo ich beginnen sollÜbersicht zur Vorbereitung eines GesprächsWelche vorhandenen Informationen hilfreich sein können
Ich möchte den Ablauf verstehenDarstellung Ihrer tatsächlichen ArbeitsschritteWer wann welche Aufgabe übernimmt
Ich kann Marktberichte schwer einordnenErklärung einer geeigneten QuelleWas die Daten zeigen und welche Aussagegrenzen bestehen
Ich vergleiche mehrere MaklerSachliche Beschreibung Ihres LeistungsumfangsWelche Unterstützung konkret angeboten wird
Ich möchte noch keine persönliche Auskunft gebenFrei lesbarer Ratgeber auf Ihrer WebsiteErste Orientierung ohne sofortige Kontaktpflicht

Aktuelle Immobilienangebote können weiterhin Teil Ihres Profils sein. Ergänzen Sie dazu eine erkennbare Eigentümerperspektive. Sie können beispielsweise erklären, wie eine Objektbeschreibung vorbereitet wird, sofern die Angaben und verwendeten Materialien dafür geeignet sind.

Vermeiden Sie Themen, deren Wirkung vor allem auf Druck beruht. Eine dramatische Aussage über angeblich unmittelbar fallende Preise kann große Aufmerksamkeit erzeugen und dennoch fachlich unbegründet sein. Erklären Sie lieber, welche Informationen für eine individuelle Einordnung fehlen.

Wiederkehrende Fragen aus echten Gesprächen sind eine gute Themenquelle. Entfernen Sie dabei den persönlichen Einzelfall. Aus einer vertraulichen Familiensituation lässt sich eine allgemeine organisatorische Frage ableiten, ohne die betroffenen Personen oder deren Gründe öffentlich zu machen.

3. Nutzen Sie konkrete Textmuster für hilfreiche Eigentümerbeiträge

Die folgenden drei Muster sind neu formulierte redaktionelle Beispiele. Sie behaupten keine tatsächlich erfolgte Beratung und müssen vor einer Veröffentlichung zu Ihrem Angebot passen. Ihr Zweck ist, eine verständliche Ansprache zu zeigen.

Ein Beitrag zur ersten Orientierung könnte so beginnen:

Sie überlegen, Ihre Immobilie später zu verkaufen, haben aber noch keinen festen Zeitpunkt? Für eine erste Orientierung können Sie drei Fragen sammeln: Was soll sich durch den Verkauf verändern? Welche zeitlichen Abhängigkeiten bestehen? Welche Informationen zur Immobilie liegen bereits vor? Nicht jede Antwort muss sofort feststehen. Entscheidend ist zunächst, die offenen Punkte zu erkennen und den passenden nächsten Schritt zu bestimmen.

Als Bild eignet sich dazu beispielsweise eine selbst erstellte Grafik mit den drei Fragen. Ein Foto einer vermeintlich passenden Kundenfamilie ist dafür nicht erforderlich. Der nächste Schritt kann ein frei lesbarer Beitrag über Ihren Beratungsablauf sein.

Ein Muster zur Vorbereitung eines Gesprächs:

Bevor Sie vorhandene Unterlagen aufwendig neu zusammenstellen, verschaffen Sie sich einen Überblick: Was ist vorhanden, welche Angaben sind möglicherweise veraltet und wo bestehen offene Fragen? Notieren Sie außerdem Besonderheiten, die Sie im Gespräch erläutern möchten. Welche weiteren Informationen tatsächlich erforderlich sind, hängt von Objekt und Anliegen ab. Eine erste Übersicht hilft, die Vorbereitung gezielt abzustimmen.

Dieser Beitrag sollte nicht den Eindruck vermitteln, mit drei Unterlagen sei jeder Verkauf rechtlich vollständig vorbereitet. Er erklärt eine organisatorische Vorstufe. Wenn Sie anschließend eine Checkliste anbieten, müssen deren Umfang, Aktualität und Einsatzgrenzen deutlich sein.

Ein Muster zur Auswahl eines Maklers:

Wenn Sie Unterstützung vergleichen, fragen Sie nach dem konkreten Ablauf: Wer ist Ihre Ansprechperson? Welche Aufgaben werden übernommen? Wie werden nächste Schritte abgestimmt? Welche Informationen benötigen Sie selbst für Ihre Entscheidung? Eine verständliche Leistungsbeschreibung hilft Ihnen einzuschätzen, ob die Zusammenarbeit zu Ihrem Vorhaben passt.

Verknüpfen Sie dieses Muster mit einer zutreffenden Darstellung Ihrer eigenen Arbeitsweise. Wer über klare Zuständigkeit schreibt, sollte auf der Website eine tatsächliche Ansprechperson und einen funktionierenden Kontaktweg zeigen.

Für jedes dieser Themen ist auch ein kurzes erklärendes Video denkbar. Sprechen Sie die Kernfrage an und bleiben Sie bei einer nachvollziehbaren Antwort. Gesprochene Inhalte sollten durch passende, geprüfte Untertitel zugänglich sein; automatisch erzeugte Untertitel können inhaltliche Fehler enthalten. [1]

Setzen Sie auf erkennbare Substanz: eine konkrete Frage, eine brauchbare Erklärung und einen nächsten Schritt, der zur Situation passt. Eine starke Einstiegsformulierung sollte keine Gewissheit versprechen, die der restliche Beitrag nicht einlösen kann.

4. Zeigen Sie Kompetenz durch nachvollziehbare Grundlagen

Zukünftige Verkäufer können Ihre fachliche Arbeit nicht allein anhand schöner Bilder beurteilen. Machen Sie deshalb sichtbar, wie Sie Informationen einordnen und welche Aufgaben Sie tatsächlich übernehmen.

Wenn Sie einen regionalen Marktbeitrag veröffentlichen, nennen Sie Quelle, Gebiet und Zeitraum. Für Nordrhein-Westfalen stellt BORIS-NRW unter anderem Bodenrichtwerte, verfügbare Immobilienrichtwerte und Grundstücksmarktberichte bereit. Die Bezirksregierung Köln erläutert die jeweiligen Angebote. [2] Welche Daten zu Ihrem konkreten Thema passen, ist im Einzelfall zu prüfen.

Ein sinnvoller kurzer Beitrag kann eine Begriffsfrage beantworten: Was unterscheidet einen Angebotspreis von einem tatsächlich vereinbarten Kaufpreis? Oder warum lässt sich aus einem regionalen Durchschnitt nicht unmittelbar der Preis einer einzelnen Wohnung ablesen? Verwenden Sie dafür nachvollziehbare Definitionen und verzichten Sie auf unbelegte regionale Zahlen.

Auch Ihr Arbeitsprozess kann Kompetenz zeigen. Erläutern Sie beispielsweise, wie Sie unklare Objektangaben aufnehmen, welche Fragen Sie zurückstellen und wer eine Information überprüft. Zeigen Sie nur Abläufe, die tatsächlich zu Ihrer Leistung gehören.

Veröffentlichen Sie Referenzen mit erkennbarem Kontext. Welchen Anteil hatte Ihr Büro? Welche Informationen dürfen genannt werden? Was lässt sich aus dem einzelnen Fall tatsächlich ableiten? Eine verkaufte Immobilie beweist nicht, dass jedes vergleichbare Objekt dieselbe Nachfrage oder denselben Zeitverlauf haben wird.

Fehlen veröffentlichbare Referenzen, können Sie mit allgemeinen Erklärungen und gekennzeichneten Beispielen arbeiten. Ein fiktiver Ablauf darf eine Vorgehensweise illustrieren. Er darf jedoch nicht durch ein erfundenes Zitat, ein vermeintliches Kundenfoto oder eine behauptete Erfolgszahl wie ein realer Nachweis erscheinen.

5. Unterscheiden Sie Ratgeber, Objektangebot und persönliche Geschichte

Nicht jeder Beitrag benötigt dieselben Informationen. Eine allgemeine Erklärung zur Gesprächsvorbereitung hat eine andere Aufgabe als eine konkrete Immobilienanzeige. Prüfen Sie deshalb vor der Veröffentlichung, welche Art von Inhalt Sie tatsächlich erstellen.

Bei konkreten Immobilienanzeigen können Pflichtangaben relevant sein. § 87 zu Pflichtangaben in Immobilienanzeigen regelt unter den dort genannten Voraussetzungen Angaben aus einem vorhandenen Energieausweis. [3] Behandeln Sie einen Social-Media-Beitrag zu einem konkreten Verkaufs- oder Vermietungsangebot daher nicht automatisch wie einen allgemeinen Ratgeber. Der Verweis auf ein Exposé ersetzt nicht ungeprüft sämtliche Anforderungen an die Anzeige selbst.

Bei Fotos, Grundrissen und anderen Materialien müssen die vereinbarten Nutzungsrechte passen. § 31 UrhG erlaubt unter anderem inhaltlich und nach Nutzungsarten beschränkte Rechte. [4] Material für eine bestimmte Vermarktung ist deshalb nicht automatisch für jede spätere Imagekampagne oder Referenzdarstellung freigegeben.

Prüfen Sie außerdem persönliche Informationen und erkennbare Details. Bewohnte Räume können mehr über Menschen zeigen, als für einen Beitrag notwendig ist. Verwenden Sie keine vertraulichen Verkaufsgründe, Unterlagen oder persönlichen Geschichten ohne passende Grundlage.

Auch bei der Bildbearbeitung muss die Aussage stimmen. Wenn eine Darstellung eine mögliche Gestaltung zeigt, kennzeichnen Sie sie entsprechend. Ein digital eingerichteter oder veränderter Raum darf nicht so erscheinen, als dokumentiere er unverändert den tatsächlichen Zustand. Für allgemeine Ratgeber können neutrale eigene Grafiken solche Abgrenzungsprobleme häufig vermeiden.

6. Bieten Sie einen nächsten Schritt an, der zum Interesse passt

Menschen in einer frühen Orientierungsphase möchten möglicherweise noch keinen Termin vereinbaren. Geben Sie ihnen einen sinnvollen Informationsweg. Ein öffentlich lesbarer Ratgeber oder eine verständliche Beschreibung des Erstgesprächs kann dafür geeignet sein.

Auf Ihrem Profil sollten Tätigkeit, betreutes Gebiet und nächster Schritt erkennbar zusammenpassen. Prüfen Sie den Weg vom Beitrag über den Profilverweis bis zur tatsächlichen Zielseite. Landet ein Eigentümer bei einer allgemeinen Angebotsübersicht für Käufer, fehlt möglicherweise der Bezug zu seinem Anliegen.

Benennen Sie auf der Zielseite, was nach einer Kontaktaufnahme geschieht. Wird eine konkrete Frage beantwortet, ein Gespräch abgestimmt oder eine weitergehende Leistung angeboten? Begriffe wie „kostenlose Bewertung“ sollten nur verwendet werden, wenn das tatsächliche Angebot einschließlich Ergebnis und Bedingungen dazu passt.

Für eine eingehende Nachricht eignet sich beispielsweise dieses eigene Antwortmuster:

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Möchten Sie sich zunächst allgemein über den Ablauf informieren oder bereits ein konkretes Vorhaben besprechen? Bitte senden Sie hier noch keine vertraulichen Unterlagen. Wir können zuerst klären, welcher Kontaktweg für Ihr Anliegen passend ist.

Beantworten Sie die tatsächliche Anfrage, statt sofort eine umfangreiche Nachrichtensequenz zu starten. Ein Kommentar, ein Like oder das Folgen Ihres Profils ist keine pauschale Erlaubnis für individuelle Werbenachrichten. Bei werblicher Ansprache sind insbesondere die Vorgaben des § 7 UWG zu berücksichtigen. [5]

Wenn jemand später erneut angesprochen werden möchte, klären und dokumentieren Sie den konkreten Wunsch. Eine vereinbarte Rückmeldung zu einem bestimmten Anliegen ist etwas anderes als eine unbegrenzte Aufnahme in allgemeine Werbung. Die organisatorische Einfachheit eines Tools beantwortet die Frage nach dem zulässigen Kontakt nicht.

7. Stellen Sie einen überschaubaren Plan mit unterschiedlichen Aufgaben zusammen

Ein Redaktionsplan sollte Ihre vorhandenen Informationen und Kapazitäten abbilden. Für einen ersten Versuch können Sie einige Themen vorplanen und die Reaktionen anschließend prüfen. Eine allgemein optimale Anzahl an Beiträgen lässt sich daraus nicht ableiten.

Die folgende Tabelle ist ein fiktiver Vierwochenplan mit zwei Beiträgen pro Woche, also insgesamt acht Beiträgen. Die Frequenz ist ein Organisationsbeispiel und keine Empfehlung eines Plattformalgorithmus.

WocheErster BeitragZweiter BeitragGemeinsame Aufgabe
1Drei Fragen vor einem möglichen VerkaufSo ist ein tatsächliches Erstgespräch aufgebautOrientierung ermöglichen
2Vorhandene Objektinformationen sortierenEine häufige Frage zur Vorbereitung erklärenKonkrete Vorbereitung unterstützen
3Eine geeignete Marktquelle verständlich einordnenEinen freigegebenen Einblick in die Arbeitsweise zeigenGrundlagen und Vorgehen nachvollziehbar machen
4Fragen zum Vergleich von UnterstützungsangebotenDen passenden Kontaktweg erläuternEine selbstbestimmte Entscheidung erleichtern

Wenn für den geplanten Einblick kein verwendbares Material vorhanden ist, ersetzen Sie ihn durch eine allgemeine Erklärung. Die Lücke im Plan ist kein Anlass, eine Kundengeschichte zu erfinden.

Verknüpfen Sie die Beiträge inhaltlich, ohne vorauszusetzen, dass jede Person alle Veröffentlichungen gesehen hat. Jeder Beitrag braucht ausreichend eigenen Zusammenhang. Ein kurzer Hinweis auf weiterführende Informationen kann die Verbindung herstellen.

Lassen Sie außerdem Platz für echte Rückfragen. Wenn in der ersten Woche mehrfach ein bisher übersehener Punkt angesprochen wird, kann er ein sinnvolleres Thema für die zweite Woche sein als der ursprünglich geplante Inhalt.

Bestimmen Sie, wer fachliche Angaben, Quellen und veröffentlichbares Material prüft. Veröffentlichungsplanung und Reaktionen benötigen jeweils Aufmerksamkeit. Ein fertig vorbereiteter Beitrag beantwortet eingehende Nachrichten nicht von selbst.

8. Bewerten Sie Eigentümerinteresse getrennt von allgemeiner Aufmerksamkeit

Ein Beitrag mit vielen Aufrufen kann vor allem Käufer, andere Makler oder Menschen außerhalb Ihres Arbeitsgebiets erreichen. Das ist eine andere Beobachtung als eine passende Verkaufsanfrage. Definieren Sie deshalb vor der Auswertung, welches Ziel Sie prüfen möchten.

Meta beschreibt in den Instagram-Insights unter anderem Aufrufe und Interaktionen. Aufrufe zählen Wiedergaben beziehungsweise Anzeigen von Inhalten; sie entsprechen nicht automatisch unterschiedlichen Personen oder Eigentümerkontakten. [6] Vergleichen Sie nur Werte, deren Bedeutung und betrachteter Zeitraum zusammenpassen.

Für die inhaltliche Auswertung können Sie drei Ebenen betrachten: Wurde der Beitrag wahrgenommen? Entstanden konkrete Fragen? Ergab sich daraus ein tatsächlich passendes Gespräch? Halten Sie die Ebenen getrennt, statt aus einer gespeicherten Veröffentlichung eine Verkaufsabsicht abzuleiten.

Ein einfaches internes Beispiel: Nach mehreren Beiträgen erhalten Sie Nachrichten von fünf unterschiedlichen Personen. Zwei fragen nach einer angebotenen Wohnung, eine möchte eine Dienstleistung verkaufen und zwei erkundigen sich nach dem Ablauf eines möglichen Immobilienverkaufs. Für die Eigentümeransprache sind zunächst diese beiden Anfragen relevant. Es sind noch keine Vermittlungsaufträge. Die Zahlen sind ausschließlich hypothetisch.

Notieren Sie bei passenden Kontakten, welcher Inhalt nach eigener Aussage hilfreich war. Manche Menschen haben mehrere Beiträge gesehen oder kamen zusätzlich über eine Empfehlung. Wenn die Herkunft unklar bleibt, sollte sie als unklar dokumentiert werden.

Prüfen Sie nach dem vorgesehenen Zeitraum, welche Fragen wiederkehren und ob der Kontaktweg verständlich ist. Eine häufige Rückfrage kann Anlass für einen besseren Beitrag sein. Wenige Kontakte bei geringer Reichweite erlauben dagegen noch kein sicheres Urteil darüber, ob das gesamte Thema ungeeignet ist.

Häufige Fragen zu Social Media für Immobilienmakler

Sollten wir weniger Immobilienangebote veröffentlichen?

Entscheiden Sie das anhand Ihrer Ziele und vorhandenen Inhalte. Angebote können für Kaufinteressenten relevant sein. Wenn Sie zusätzlich Eigentümer erreichen möchten, ergänzen Sie Beiträge zu deren Fragen und Entscheidungen. Eine feste Aufteilung in Prozent ist kein allgemeiner Erfolgsmaßstab. Beide Zielgruppen sollten auf Ihrem Profil passende Informationen finden können.

Welche Themen passen zu Eigentümern ohne konkreten Verkaufsplan?

Geeignet sind verständliche Informationen zur ersten Orientierung: Ablauf eines Gesprächs, vorhandene Unterlagen, zeitliche Abhängigkeiten und Kriterien für die Auswahl von Unterstützung. Setzen Sie keinen bereits getroffenen Verkaufsentschluss voraus. Bieten Sie frei lesbare Informationen an, bevor Sie eine persönliche Kontaktaufnahme verlangen.

Brauchen wir dafür regelmäßig neue Verkaufserfolge?

Nein. Sie können Ihre tatsächliche Arbeitsweise, geeignete Informationsquellen und häufige Fragen erklären. Referenzen sind hilfreich, wenn sie echt, nachvollziehbar und für die Veröffentlichung geeignet sind. Fehlen sie, dürfen allgemeine Beispiele diese Lücke illustrieren, aber nicht als angeblich erfolgreich abgewickelte Kundenfälle dargestellt werden.

Können wir mit KI erstellte Bilder und Texte verwenden?

Entwürfe und klar erkennbare Illustrationen können Bestandteil Ihrer Arbeit sein. Prüfen Sie Aussagen, Materialrechte und mögliche Irreführung. Erzeugen Sie keine falschen Objektzustände, Kundenstimmen oder Verkaufsnachweise. Fachliche und personenbezogene Informationen brauchen eine sorgfältige Prüfung, bevor sie veröffentlicht oder an externe Dienste übermittelt werden.

Wie schnell entstehen daraus neue Verkaufsaufträge?

Dafür gibt es keine verlässliche allgemeine Frist. Interesse, konkrete Planung, Auswahl eines Maklers und Beauftragung können zeitlich auseinanderliegen. Beobachten Sie zunächst passende Fragen und tatsächlich geführte Gespräche. Ein Vierwochenplan organisiert Ihre Inhalte; er verspricht weder einen Auftrag innerhalb dieses Zeitraums noch eine bestimmte Zahl an Eigentümerkontakten.

Machen Sie Ihr Angebot für zukünftige Verkäufer verständlich

Ein hilfreiches Maklerprofil beantwortet Fragen, zeigt belastbare Grundlagen und erklärt den Weg zu einer passenden Unterstützung. Wählen Sie dafür Themen aus Ihrem tatsächlichen Arbeitsalltag und verbinden Sie sie mit einer verständlichen Website.

Weitere Grundlagen bietet unser Beitrag zur Maklerwebsite für passende Eigentümeranfragen. Sie möchten Website und Eigentümeransprache gemeinsam planen? Marketing und Inhalte für Ihr Maklerbüro besprechen.

Autor: Tobias Werner. Mit KI-Unterstützung erstellt. Redaktioneller Stand: 16. Oktober 2026.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. [1] W3C Web Accessibility Initiative: Captions/Subtitles. Bedeutung von Untertiteln und Prüfung automatisch erzeugter Texte.
    https://www.w3.org/WAI/media/av/captions/
  2. [2] Bezirksregierung Köln: Grundstückswertermittlung. Übersicht der amtlichen Informationsangebote in BORIS-NRW.
    https://www.bezreg-koeln.nrw.de/geobasis-nrw/produkte-und-dienste/grundstueckswertermittlung
  3. [3] § 87: Pflichtangaben in einer Immobilienanzeige. Voraussetzungen und erforderliche Angaben aus dem Energieausweis.
    https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__87.html
  4. [4] Urheberrechtsgesetz: § 31, Einräumung von Nutzungsrechten. Umfang und mögliche Beschränkungen vereinbarter Verwendungen.
    https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__31.html
  5. [5] Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb: § 7, unzumutbare Belästigungen. Anforderungen an werbliche Kontaktaufnahmen.
    https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html
  6. [6] Meta Business Help Center: About Instagram Insights. Einordnung von Plattformmesswerten; der Zugriff kann eine Anmeldung erfordern.
    https://www.facebook.com/business/help/441651653251838

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