KI-Automatisierung
Tupzi: Unsere App-Idee für den Alltag mit ADHS

Tobias Werner, Funktioniert Einfach
· 14 Min. Lesezeit
Kopf voll? Hier rein.
Eine Idee unterwegs. Ein Link, den du später noch brauchst. Eine Aufgabe, die sich gerade zu groß anfühlt. Und irgendwo war noch diese Information, die du dir unbedingt merken wolltest.
Solche Dinge sammeln sich schnell an verschiedenen Orten: in Notizen, Nachrichten an sich selbst, offenen Tabs und im Kopf. Später beginnt die Suche. Oder eine Aufgabe bleibt liegen, weil der erste Schritt noch nicht greifbar ist.
Mit Tupzi planen wir eine persönliche Alltagshilfe, die genau diese Übergänge erleichtern soll: einen Gedanken festhalten, ihn wiederfinden und bei Bedarf einen machbaren Anfang wählen.
Worum es bei Tupzi geht
Der Kern von Tupzi lässt sich in drei Sätzen beschreiben:
- Du sollst etwas ablegen können, bevor du es vollständig sortiert hast.
- Du sollst später nachvollziehen können, wo deine Information gespeichert ist.
- Du sollst aus einer großen Aufgabe einen konkreten nächsten Schritt machen können.
Das Ziel ist eine App, deren Pflege möglichst wenig zusätzliche Arbeit verursacht. Eine spontane Notiz soll beispielsweise nicht zuerst einen Ordner, fünf Schlagwörter und einen fertigen Zeitplan verlangen.
Gleichzeitig soll ein gespeicherter Gedanke mehr sein als eine einzelne Nachricht in einem langen Verlauf. Er braucht einen verständlichen Platz und einen erkennbaren Zustand: Ist das eine Idee? Eine Aufgabe? Für heute ausgewählt? Mit einem Termin versehen?
Diese Unterschiede sind wichtig. Eine Geschenkidee muss nicht erledigt werden. Ein Termin darf nicht verschwinden, nur weil du deine Tagesauswahl änderst. Und eine Erinnerung sollte erst entstehen, wenn du sie bewusst möchtest.
Für wen wir die App planen
Tupzi richtet sich an Erwachsene, die viele Gedanken, Aufgaben und Informationen im Alltag organisieren. Menschen mit ADHS sollen besonders früh an der Erprobung mitwirken. Zugleich soll die Nutzung ohne Diagnose möglich sein.
ADHS kann bei Erwachsenen unter anderem die Organisation, das Dranbleiben an Aufgaben, die Aufmerksamkeit und den Umgang mit alltäglichen Verpflichtungen erschweren. Welche Schwierigkeiten im Vordergrund stehen, unterscheidet sich von Person zu Person.[1][2]
Daraus folgt für uns: Die App muss sich an unterschiedlichen Alltagssituationen prüfen lassen. Eine feste Vorstellung davon, wie jeder Mensch seinen Tag organisieren sollte, wäre dafür keine gute Grundlage.
Geplante Beispiele sind das Wiederfinden einer gespeicherten Empfehlung, das Sammeln offener Aufgaben oder ein kleiner Einstieg in aufgeschobene Unterlagen. Tupzi ist als Werkzeug zur persönlichen Organisation gedacht. Es soll keine Diagnose stellen und keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung ersetzen.
1. Gedanken ablegen, ohne sie vorher fertig zu sortieren
Der erste geplante Einstieg ist ein gut erreichbares Textfeld: „Was möchtest du aus dem Kopf bekommen?“
Du sollst einen Satz, mehrere Gedanken oder einen Link eingeben können. Zuerst wird der Originalinhalt gespeichert. Danach kann die App bei einer kurzen Überschrift oder Einordnung helfen.
Ein Beispiel: „Batterien kaufen. Alex wegen Freitag fragen. Geschenkidee: Konzertkarten.“
Daraus könnten zwei Aufgaben und eine Idee entstehen. Die Aufteilung soll als Vorschlag erscheinen und erst nach deiner Übernahme zusätzliche Einträge erzeugen. Der ursprüngliche Text bleibt nachvollziehbar.
Der beabsichtigte Nutzen: Du musst beim Festhalten noch nicht jede organisatorische Entscheidung treffen. Zugleich soll aus einem schnellen Gedankenstrom keine ungefragt wachsende Aufgabenliste werden.
Für die erste Version sind Texteingabe und eingefügte Links vorgesehen. Wenn dein Smartphone Diktieren über die Tastatur unterstützt, kann daraus ebenfalls Text entstehen. Eine eigene Audioaufnahme und das Einlesen von Screenshots gehören zu späteren Ausbauschritten.
2. Aufgaben, Notizen und Ideen verständlich unterscheiden
Eine persönliche Ablage enthält unterschiedliche Dinge. Manche möchtest du erledigen, andere einfach behalten.
Tupzi soll dafür Aufgaben, Notizen, Ideen und Links unterscheiden. Eine KI kann eine Einordnung vorschlagen; du sollst sie einfach ändern können. Dein Originaltext bleibt die Grundlage.
Eine gespeicherte Rezeptidee erhält dadurch beispielsweise keine erfundene Frist. Aus „Irgendwann den Balkon gestalten“ entsteht nicht automatisch eine Aufgabe für morgen. Und eine selbst korrigierte Kategorie soll nicht durch eine spätere KI-Antwort wieder überschrieben werden.
Der Nutzen liegt in einer Ablage, deren Bedeutung du nachvollziehen kannst. Du sollst erkennen, was eine Verpflichtung ist und was lediglich eine interessante Information bleibt.
3. Für heute eine kleine Auswahl treffen
Eine lange Sammlung offener Aufgaben ist etwas anderes als ein brauchbarer Einstieg in den heutigen Tag.
Der Bereich „Heute“ soll deshalb mit einer kleinen, selbst gewählten Auswahl arbeiten. Ein bis drei Aufgaben sind als hilfreicher Ausgangspunkt vorgesehen. Diese Empfehlung soll keine starre Grenze dafür sein, was du speichern oder bewusst auswählen darfst.
Wichtig ist dabei die Verbindung zum vollständigen Bestand. Alle offenen Aufgaben und fällige Einträge sollen leicht erreichbar bleiben. Eine ruhige Tagesansicht darf keine wichtigen Termine verstecken.
Wenn du eine Aufgabe aus „Heute“ entfernst, verändert das zunächst nur deine Auswahl. Ein gespeichertes Datum oder eine Erinnerung soll dadurch nicht stillschweigend verschoben werden.
Das Ziel: Du kannst den aktuellen Fokus ändern und behältst trotzdem den Überblick über deine übrigen Einträge.
4. Mit „Hilf mir anzufangen“ einen kleinen Einstieg finden
Manchmal ist das Ziel klar, aber der Anfang bleibt zu groß: „Unterlagen sortieren“, „Angebot vorbereiten“ oder „Wohnung aufräumen“ beschreibt noch keine einzelne Handlung.
Die geplante Starthilfe soll zunächst einen konkreten Vorschlag machen. Bei „Unterlagen sortieren“ könnte er lauten:
„Lege die vorhandenen Briefe an einen Ort.“
Du sollst diesen Schritt übernehmen, verändern oder einen kleineren anfordern können. Weitere Teilschritte erscheinen auf Wunsch. Die KI soll dabei keine Kenntnisse über deine Unterlagen oder Lebensumstände erfinden.
Ein einfacher, anpassbarer Starttimer ist ebenfalls als optionale Unterstützung vorgesehen. Fünf Minuten wären ein möglicher Einstieg. Nach Ablauf entscheidest du selbst, ob du pausierst oder weitermachst.
Ein erledigter Teilschritt schließt die größere Aufgabe nicht automatisch ab. „Briefe gesammelt“ und „Unterlagen vollständig sortiert“ bleiben unterschiedliche Ergebnisse.
Die Produkthypothese dahinter ist einfach: Ein beobachtbarer kleiner Schritt könnte den Einstieg erleichtern. Ob und wann das für Nutzer tatsächlich hilfreich ist, wollen wir testen.
5. Gespeichertes wiederfinden und die Fundstelle sehen
Eine Ablage ist nur dann im Alltag nützlich, wenn du deine Inhalte später wiederfindest.
Deshalb gehört eine zuverlässige Textsuche zum geplanten Kern. Sie soll Titel, Originaltexte und bewusst vergebene Schlagwörter durchsuchen. Aktive Filter und der durchsuchte Bereich sollen erkennbar sein.
Ergänzend ist eine Suche mit eigenen Worten vorgesehen, sobald sie verlässlich umgesetzt und geprüft ist. Du könntest dann beispielsweise nach „der Unterkunft am See“ suchen, auch wenn dir der genaue Name nicht mehr einfällt.
Ein Treffer soll zur gespeicherten Information führen und einen Textausschnitt sowie das Datum zeigen. Eine KI-Zusammenfassung soll ihre zugrunde liegenden Einträge nennen. Findet die App nichts Passendes, soll sie das offen sagen.
Das Ziel ist nachvollziehbares Wiederfinden. Eine plausibel klingende, aber nie gespeicherte Empfehlung wäre dafür kein brauchbares Ergebnis.
6. Erinnerungen bewusst steuern
Eine Aufgabe, ein Fälligkeitsdatum und eine Erinnerung sind drei verschiedene Dinge.
Du könntest eine Aufgabe für Freitag festhalten und dich am Donnerstagabend darauf hinweisen lassen. Der genaue Erinnerungszeitpunkt soll sichtbar bestätigt werden. Eine unklare Formulierung wie „wegen Freitag fragen“ soll nicht ungefragt einen Kalendereintrag mit erfundener Uhrzeit erzeugen.
Für die erste Version sind einmalige Erinnerungen über tatsächlich verfügbare und geprüfte Wege vorgesehen. Eine Erinnerungsübersicht innerhalb der geöffneten App ist dabei etwas anderes als eine Benachrichtigung bei geschlossener App. Welche Kanäle zum Start angeboten werden, hängt von der Umsetzung und den Gerätetests ab.
Erinnerungen sollen einzeln geändert oder ausgeschaltet werden können. Das Erledigen oder Löschen einer Aufgabe muss zugehörige ausstehende Erinnerungen berücksichtigen. Private Aufgabendetails sollen auf dem Sperrbildschirm nicht standardmäßig sichtbar sein.
Der gewünschte Nutzen ist gezielte Unterstützung zu selbst gewählten Zeitpunkten. Die Zahl verschickter Nachrichten wäre für uns kein sinnvoller Erfolgsmaßstab.
7. Nach einer Pause freundlich zurückkommen
Eine Alltagshilfe muss auch dann verständlich bleiben, wenn sie einige Zeit nicht benutzt wurde.
Für Tupzi planen wir einen Wiedereinstieg mit einer einfachen Frage: „Womit möchtest du heute anfangen?“ Dazu gehört eine sachliche Übersicht über offene und fällige Einträge.
Du sollst einen neuen Gedanken ablegen, Termine prüfen oder eine Aufgabe auswählen können, ohne zuerst die gesamte Ablage aufräumen zu müssen. Bestehende Aufgaben werden dabei nicht gelöscht.
Erledigte Dinge sollen weiterhin auffindbar bleiben. Ein Rückblick kann später als freiwillige Hilfe ergänzt werden. Ein soziales Ranking, eine Produktivitätspunktzahl oder verlorene Nutzungsserien sind nicht Teil des Konzepts.
Unser Ziel ist, dass die App einen Wiedereinstieg unterstützt und Pausen nicht als persönliches Versagen darstellt.
So könnte Tupzi im Alltag helfen
Genau diesen Zusammenhang wollen wir prüfen: Funktionieren Festhalten, Wiederfinden und Weiterarbeiten als verständlicher Ablauf? Eine Sammlung einzelner Funktionen wäre dafür noch kein ausreichender Beleg.
Was zuerst kommen soll und was später
Der erste Entwicklungsschritt konzentriert sich auf wenige zusammenhängende Abläufe. Weitere Eingabemöglichkeiten und Verknüpfungen sollen folgen, wenn die Grundlagen zuverlässig funktionieren und Rückmeldungen einen klaren Bedarf zeigen.
| Bereich | Für die erste Version vorgesehen | Möglicher späterer Ausbau |
|---|---|---|
| Eingabe | Texte und eingefügte Links | Eigene Audioaufnahme, Screenshots und Übernahme aus anderen Apps |
| Tagesplanung | Selbst gewählte kleine Auswahl mit Zugriff auf alle offenen Aufgaben | Erklärbare Vorschläge für die Auswahl |
| Starthilfe | Ein konkreter kleiner Schritt und optionaler Timer | Einen bewussten Fortsetzungspunkt speichern |
| Wiederfinden | Textsuche mit sichtbaren Originaleinträgen | Suche mit eigenen Worten nach erfolgreicher Prüfung |
| Erinnerungen | Einmalige Hinweise über geprüfte, aktivierte Kanäle | Wiederholungen und weitere Benachrichtigungswege |
| Verknüpfungen | Persönliche Nutzung mit übersichtlicher Ablage | Kalenderanbindung, Widgets oder ausgewählte Formen der Zusammenarbeit |
Diese Übersicht ist eine Entwicklungsplanung. Sie ist keine Zusage, dass jede spätere Idee umgesetzt wird. Die Rückmeldungen aus der Erprobung sollen auch dabei helfen, unnötige Funktionen wegzulassen.
Eine Oberfläche, die wenig Erklärung braucht
Die geplante Navigation besteht aus vier Bereichen: „Heute“, „Ablage“, „Suchen“ und „Profil“. Gedanken sollen aus den drei Arbeitsbereichen schnell abgelegt werden können. Eine Chatfunktion kann ergänzen; wichtige Aktionen bleiben über sichtbare Schaltflächen erreichbar.
Gut lesbare Texte, klare Bezeichnungen und erkennbare Zustände gehören für uns zum Produktnutzen. Nach einer Eingabe muss verständlich sein, ob sie gespeichert wurde. Wenn etwas technisch nicht funktioniert, braucht es eine konkrete Rückmeldung.
Die W3C-Empfehlungen zur kognitiven Zugänglichkeit geben dafür hilfreiche Anhaltspunkte: verständliche Inhalte, Unterstützung beim Erkennen und Beheben von Fehlern sowie die Beteiligung betroffener Nutzerinnen und Nutzer an Gestaltung und Tests.[3] Für Tupzi wollen wir daraus praktische Anforderungen ableiten und die Bedienung überprüfen. Eine bereits nachgewiesene Barrierefreiheit behaupten wir damit nicht.
Welche Rolle KI übernehmen soll
KI soll bei Tupzi vor allem an kleinen, klar abgegrenzten Stellen helfen: eine passende Überschrift vorschlagen, einen Eintrag einordnen oder einen ersten Handlungsschritt formulieren.
Die Entscheidung bleibt bei dir. Eine vorgeschlagene Kategorie lässt sich ändern. Eine unklare Zeitangabe muss geklärt werden. Eine Antwort zur eigenen Ablage muss zu tatsächlich gespeicherten Einträgen führen.
Für den geplanten Aufbau gelten deshalb drei Grundsätze:
- Zuerst den Originalinhalt zuverlässig speichern, dann zusätzliche Unterstützung anbieten.
- Vorschläge so zeigen, dass du sie verstehen, ändern oder verwerfen kannst.
- Wesentliche Funktionen wie manuelles Ablegen und Textsuche auch ohne KI nutzbar halten.
Der beabsichtigte Nutzen liegt im kürzeren Weg von einem Gedanken zu einer brauchbaren Information oder Handlung. Ob eine KI-Funktion diesen Weg tatsächlich verbessert, muss sich im Gebrauch zeigen.
Das gleiche Prinzip verfolgen wir bei passenden betrieblichen Anwendungen: Zuerst klären wir, welcher Arbeitsschritt erleichtert werden soll. Anschließend prüfen wir, ob KI dafür geeignet ist. Mehr dazu findest du bei unserer KI-Automatisierung.
Persönliche Inhalte brauchen nachvollziehbare Kontrolle
In einer Alltagshilfe können private Gedanken und Informationen zusammenkommen. Deshalb gehören eigene Benutzerkonten, getrennte Datenbestände und verständliche Möglichkeiten zum Exportieren und Löschen zum geplanten Grundumfang.
Vor der Erprobung müssen wir festlegen und prüfen, wer unter welchen Voraussetzungen auf gespeicherte Inhalte zugreifen kann. Vor einem öffentlichen Start müssen die tatsächlich verwendeten Dienste, die Verarbeitung durch KI-Anbieter und die verfügbaren Löschmöglichkeiten nachvollziehbar erklärt werden.
Auch eine Benachrichtigung soll zu dieser Kontrolle passen: Du wählst, ob und wann du sie möchtest. Private Aufgabendetails sollen nicht standardmäßig auf einem gesperrten Smartphone erscheinen.
Diese Anforderungen müssen in der Umsetzung geprüft werden. Allein die Beschreibung eines Konzepts belegt noch keine sichere technische Ausführung.
Woran wir erkennen wollen, ob Tupzi nützlich ist
Für die erste Erprobung ist eine kostenlose, eingeladene Beta mit zunächst zehn Erwachsenen vorgesehen. Sie ist noch nicht öffentlich gestartet. Zuvor müssen die Kernabläufe und die Trennung zwischen Benutzerkonten funktionieren.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen:
- Können Menschen ohne Erklärung einen Gedanken ablegen und später wiederfinden?
- Verstehen sie den Unterschied zwischen einer gespeicherten Aufgabe, ihrer Tagesauswahl und einem Fälligkeitsdatum?
- Führt die Starthilfe zu einem passenden nächsten Schritt, oder erzeugt sie zusätzliche Arbeit?
- Bleiben Originaleinträge erhalten und Suchergebnisse nachvollziehbar?
- Ist nach einer Nutzungspause klar, wie es weitergeht?
- Wird die App freiwillig erneut genutzt, weil sie im jeweiligen Alltag hilft?
Die Erprobung soll mit Beispieldaten möglich sein. Niemand muss dafür eine Diagnose oder besonders private Inhalte offenlegen.
Rückmeldungen sollen die nächste Version verändern können. Wenn beispielsweise eine Einordnung mehr Korrekturen verursacht, als sie Arbeit spart, muss sie verbessert oder vereinfacht werden. Nutzungsdauer allein wäre kein Erfolg: Eine hilfreiche Alltagshilfe darf nach einem kurzen, gelungenen Vorgang wieder geschlossen werden.
Was Betriebe aus diesem App-Projekt mitnehmen können
Tupzi ist als persönliche Alltagshilfe geplant. Der Weg von einem konkreten Problem zu einer kleinen, überprüfbaren Lösung ist aber auch für betriebliche Apps nützlich.
Ein Beispiel: Bei einem Servicebetrieb könnte der wertvolle Ablauf darin bestehen, eine Rückfrage unterwegs festzuhalten, sie einem Auftrag zuzuordnen und im Büro wiederzufinden. Erst wenn dieser Ablauf funktioniert, lohnen sich zusätzliche Übersichten oder Automatisierungen.
Für ein eigenes Projekt helfen drei Fragen: Wo geht heute eine Information verloren? Was soll die nutzende Person als Nächstes tun können? Woran erkennen wir, dass dieser Schritt leichter geworden ist?
Auf unserer Seite zur App-Entwicklung zeigen wir, wie daraus eine passende Web-App oder eine App für iOS und Android werden kann. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem konkreten Einsatz.
Wie du Nutzen und Aufwand für deinen Betrieb abwägst, erklären wir im Beitrag „Wann lohnt sich eine eigene App für Ihren Betrieb?“.
Welche Alltagssituation sollte Tupzi zuerst erleichtern?
Vielleicht ist es bei dir das schnelle Festhalten unterwegs. Vielleicht das Wiederfinden von Links. Oder der Anfang bei einer Aufgabe, die seit Tagen liegen bleibt.
Wenn du uns Rückmeldung geben möchtest, beschreibe gern eine solche Situation: Was passiert heute, wo wird es umständlich und was wäre ein hilfreicher nächster Schritt? Eine allgemeine Beschreibung genügt. Persönliche Gesundheitsangaben brauchen wir dafür nicht.
Du planst selbst eine App für deinen Betrieb oder eine eigene Produktidee? Dann können wir gemeinsam den ersten sinnvollen Funktionsumfang klären.
Häufige Fragen zu Tupzi
Kann ich Tupzi bereits herunterladen?
Eine öffentlich verfügbare App, ein Beta-Zugang oder ein verbindlicher Veröffentlichungstermin sind derzeit nicht angekündigt. Dieser Beitrag stellt die Idee und den geplanten Funktionsumfang vor. Sobald sich der Projektstand ändert, soll diese Information aktualisiert werden.
Ist die App ausschließlich für Menschen mit ADHS gedacht?
Nein. Erwachsene mit ADHS sind eine wichtige Zielgruppe für die frühe Erprobung. Eine Diagnose soll für die Nutzung nicht erforderlich sein. Die geplanten Abläufe können auch für andere Erwachsene interessant sein, die ihre Gedanken, Aufgaben und Informationen leichter organisieren möchten. Ob sie im individuellen Alltag helfen, muss sich zeigen.
Ist Tupzi eine medizinische Anwendung?
Das beschriebene Konzept ist eine persönliche Organisationshilfe. Es umfasst keine Diagnostik, Therapie oder Medikamentenberatung. Medizinische Wirksamkeit wird nicht behauptet; die App soll keine Behandlung ersetzen.
Soll Tupzi auch im Apple App Store und bei Google Play erscheinen?
Apps für iOS und Android sind als Ziel vorgesehen. Vor einer Veröffentlichung müssen die jeweilige Umsetzung, die Funktionen auf den Geräten und die Anforderungen der Stores geprüft werden. Ein Termin oder eine bereits erfolgte Freigabe ist damit nicht verbunden.
Kann ich Gedanken per Sprache festhalten?
Zu Beginn ist Texteingabe vorgesehen. Soweit dein Gerät eine Diktierfunktion in der Tastatur anbietet, kannst du darüber Text eingeben. Eine eigene Audioaufnahme mit zusätzlicher Verarbeitung ist eine spätere Ausbauidee.
Was soll Tupzi kosten?
Für die eingeladene erste Beta ist eine kostenlose Teilnahme geplant. Ein endgültiges Preismodell für eine spätere öffentliche Version ist noch nicht beschlossen. Daraus lässt sich weder eine dauerhaft kostenlose Nutzung noch ein bestimmter Abonnementpreis ableiten.
Einordnung der Quellen
Die Quellen erläutern den allgemeinen Hintergrund zu ADHS und zugänglicher Gestaltung. Sie belegen keine Wirksamkeit von Tupzi. Die W3C-Quelle ist eine ergänzende Gestaltungsempfehlung, kein Nachweis einer formalen Barrierefreiheitskonformität.
Projektgrundlage: eigenes Produktkonzept und bestätigte Namensentscheidung für Tupzi. Redaktionsstand: 21. Oktober 2026. Geplante Funktionen können sich durch Entwicklung und Nutzerfeedback ändern.
Quellen und weiterführende Informationen
- [1] National Institute of Mental Health: „ADHD in Adults: 4 Things to Know“www.nimh.nih.gov
- [2] IQWiG, Gesundheitsinformation.de: „ADHS bei Erwachsenen“www.gesundheitsinformation.de
- [3] W3C: „Making Content Usable for People with Cognitive and Learning Disabilities“, Working Group Note vom 29. April 2021www.w3.org
