Zum Inhalt springen
Funktioniert Einfach

KI-Automatisierung

Von Excel zum Dashboard: Auswertungen, die Ihrem Betrieb wirklich helfen

Tobias Werner, Inhaber von Funktioniert Einfach, Ihr persönlicher Ansprechpartner

Tobias Werner, Funktioniert Einfach

· 16 Min. Lesezeit

Wie viele Angebote warten auf eine Rückmeldung? Welche Aufträge sind fertig, aber noch nicht abgerechnet? Wo entsteht regelmäßig mehr Aufwand als geplant?

In vielen Betrieben sind die Antworten irgendwo vorhanden: im CRM, in einer Tabelle, in der Zeiterfassung oder im Rechnungsprogramm. Für einen Überblick müssen diese Informationen erst zusammengesucht und abgeglichen werden.

Ein Dashboard kann diese Arbeit erleichtern. Es führt ausgewählte Kennzahlen so zusammen, dass Sie Handlungsbedarf erkennen und die zugehörigen Vorgänge finden. Der Nutzen entsteht, wenn aus einer Zahl ein sinnvoller nächster Schritt wird.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Kennzahlen Sie zuerst brauchen, wann Excel weiterhin genügt und wie eine eigene Auswertungs-App helfen kann. Dazu kommen ein durchgerechnetes Fallbeispiel und eine Vorlage für Ihre erste Dashboard-Beschreibung.

Was ist ein Dashboard – und was sollte es für Sie beantworten?

Ein Dashboard ist eine übersichtliche Zusammenstellung wichtiger Informationen. Es kann aus wenigen Kennzahlen, einem Verlauf und einer Liste offener Vorgänge bestehen.

Für den Alltag sind vor allem drei Fragen hilfreich:

  • Was läuft gerade wie geplant?
  • Wo müssen wir genauer hinsehen?
  • Wer kümmert sich um den nächsten Schritt?

Eine Zahl wie „14 offene Angebote“ beschreibt zunächst nur einen Zustand. Nützlicher wird sie mit einem Zeitraum, einem Vergleich oder einer konkreten Auswahl: „Vier offene Angebote warten seit mehr als sieben Tagen auf die vereinbarte Rückmeldung.“

Wenn Sie von dieser Anzeige direkt zu den vier Angeboten gelangen, können Sie handeln. Ohne den Weg zu den betroffenen Vorgängen bleibt oft nur eine zusätzliche Zahl für die Besprechung.

Beginnen Sie deshalb mit den Entscheidungen, die Sie regelmäßig treffen. Die Einsatzplanung braucht andere Informationen als der Vertrieb oder die Geschäftsleitung.

Welche Kennzahlen sind für kleine Betriebe sinnvoll?

Für eine erste Übersicht reichen häufig vier bis sechs gut erklärte Kennzahlen. Wählen Sie sie nach einer konkreten Aufgabe aus.

Kennzahlen nach betrieblicher Frage
Betriebliche FrageMögliche KennzahlWas daraus folgen kann
Wo wartet ein Interessent auf uns?Offene Anfragen ohne dokumentierte Erstreaktion innerhalb der vereinbarten FristZuständigkeit klären und Rückmeldung vorbereiten.
Welche Angebote werden angenommen?Gewonnene Angebote im Verhältnis zu den entschiedenen Angeboten einer festgelegten GruppeUnterschiede zwischen Leistungen untersuchen und Gesprächsgründe nachlesen.
Wo droht eine Terminabweichung?Offene Aufträge mit überschrittenem verbindlichem ZielterminUrsache prüfen, Planung anpassen und Kunden informieren.
Was kann zur Abrechnung vorbereitet werden?Abgeschlossene, zur Abrechnung freigegebene Aufträge ohne RechnungFehlende Unterlagen prüfen und Rechnungserstellung anstoßen.
Wo stimmt unsere Aufwandsschätzung nicht?Geplante und tatsächlich erfasste Stunden für vergleichbare abgeschlossene AufträgeKalkulation, Leistungsumfang oder Ablauf überprüfen.
Wie verlässlich ist die Übersicht?Fehlende Pflichtangaben und Zeitpunkt der letzten erfolgreichen DatenübernahmeDaten korrigieren oder eine fehlgeschlagene Aktualisierung bearbeiten.

Diese Auswahl ist ein Ausgangspunkt. Ein Betrieb mit langfristigen Projekten braucht andere Zeiträume und Schwellen als ein Unternehmen mit vielen kurzfristigen Serviceaufträgen.

Vermeiden Sie Kennzahlen, die zwar leicht verfügbar sind, aber keine Ihrer Fragen beantworten. Auch eine hohe Zahl erledigter Aufgaben sagt wenig aus, wenn Umfang und Bedeutung der Aufgaben völlig unterschiedlich sind.

Eine Kennzahl braucht eine feste Definition

„Abschlussquote“, „offener Auftrag“ und „Umsatz“ können in verschiedenen Programmen etwas Unterschiedliches bedeuten. Klären Sie die Definition, bevor Sie Zahlen zusammenführen.

Für jede wichtige Kennzahl sollten Sie diese Punkte festhalten:

  • Welche Frage beantwortet sie?
  • Welche Vorgänge werden gezählt und welche ausgeschlossen?
  • Auf welchen Zeitraum oder Stichtag bezieht sie sich?
  • Wie lautet die Berechnung?
  • Aus welcher Quelle kommen die Angaben?
  • Wann wurden die Daten zuletzt erfolgreich aktualisiert?
  • Wer prüft die Anzeige und handelt bei einer Abweichung?

Bestand und Zeitraum unterscheiden

„Zum Monatsende offene Aufträge“ ist ein Bestand an einem Stichtag. „Im Monat neu eingegangene Aufträge“ zählt dagegen ein Ereignis innerhalb eines Zeitraums. Beide Angaben können sinnvoll sein, beantworten aber verschiedene Fragen.

Auch neu eingegangene Anfragen und gewonnene Aufträge desselben Monats gehören nicht automatisch zusammen. Ein im Oktober gewonnener Auftrag kann aus einer Anfrage vom August stammen. Wer die beiden Monatszahlen ungeprüft durcheinanderteilt, erhält keine verlässliche Umwandlungsquote dieser Anfragen.

Vergleichen Sie entweder eine klar definierte Gruppe über ihren Verlauf oder benennen Sie genau, welche Ereignisse innerhalb des jeweiligen Zeitraums gezählt werden.

Auftragswert, Rechnung und Zahlung auseinanderhalten

Ein angenommener Auftrag ist noch kein Zahlungseingang. Eine geschriebene Rechnung ist ebenfalls nicht automatisch bezahlt. Kennzeichnen Sie deshalb, ob eine Anzeige Auftragssummen, Rechnungsbeträge oder tatsächlich erfasste Zahlungen enthält.

Vermeiden Sie den pauschalen Titel „Umsatz“, wenn das Dashboard lediglich angenommene Angebote summiert. Auch Netto- und Bruttobeträge dürfen nicht unbemerkt vermischt werden. Die fachliche Definition sollte mit Ihrem Rechnungswesen übereinstimmen.

Relative Veränderung und Prozentpunkte unterscheiden

Steigt eine Quote von 40 auf 50 Prozent, sind das zehn Prozentpunkte. Relativ zum Ausgangswert entspricht es einer Steigerung von 25 Prozent. Das Dashboard sollte klar sagen, welche Darstellung gemeint ist.

Excel verbessern oder eine eigene Auswertungs-App entwickeln?

Excel kann für überschaubare, klar gepflegte Daten eine gute Arbeitsgrundlage bleiben. Eine strukturierte Tabelle, eine passende Auswertung und ein geregelter Aktualisierungsablauf können bereits viel verbessern.

Ein Wechsel wird interessanter, wenn mehrere Personen gleichzeitig Informationen erfassen, unterschiedliche Zugriffsrechte benötigt werden oder wiederkehrende Übergaben viel Handarbeit verursachen.

Ausgangslage und erster Prüfweg
AusgangslagePassender erster Prüfweg
Eine Person wertet gelegentlich eine gut gepflegte Liste aus.Tabelle, Berechnungen und Darstellung verbessern.
Mehrere Datenquellen sollen regelmäßig gelesen und verglichen werden.Vorhandene Berichtsfunktionen oder eine passende BI-Lösung prüfen.
Zahlen werden von Hand zwischen funktionierenden Programmen übertragen.Einen strukturierten Import oder eine Anbindung untersuchen.
Nutzer sollen im selben Werkzeug Daten erfassen, Vorgänge bearbeiten und Ergebnisse sehen.Eine individuelle Auswertungs-App prüfen.

BI steht für Business Intelligence: Werkzeuge, mit denen Daten für Auswertungen aufbereitet und dargestellt werden. Eine individuelle App kann darüber hinaus einen betrieblichen Ablauf aufnehmen, etwa eine Rückfrage zu einem Auftrag, eine Freigabe oder eine Aufgabe direkt aus der Übersicht.

Sie müssen dafür nicht alle vorhandenen Programme ersetzen. Oft ist eine Ergänzung sinnvoll, die ausgewählte Daten übernimmt und einen konkreten Arbeitsweg verbessert. Wann Tabellen genügen und wann ein eigenes System passt, zeigt unser Ratgeber CRM für kleine Teams: Tabelle oder eigenes System?

Datenqualität: Fünf Fehler, die ein schönes Dashboard nicht behebt

Eine automatische Auswertung macht aus unklaren Daten keine verlässliche Entscheidungsgrundlage. Prüfen Sie vor dem Aufbau, wie Ihre Angaben zustande kommen.

1. Derselbe Vorgang ist mehrfach vorhanden

Ein Kunde kann mehrere Aufträge haben; ein Auftrag kann mehrere Positionen und Rechnungen enthalten. Für die Verbindung brauchen die jeweiligen Vorgänge eindeutige Kennungen. Ein Firmenname allein ist dafür häufig ungeeignet.

Beachten Sie auch doppelte Summen durch die Verknüpfung: Wird ein Auftragswert von 2.000 Euro mit drei zugehörigen Tätigkeitszeilen verbunden, darf eine anschließende Summe daraus nicht versehentlich 6.000 Euro machen.

2. Statusangaben bedeuten nicht überall dasselbe

„Fertig“ kann heißen, dass die Arbeit erledigt, vom Kunden abgenommen oder zur Abrechnung freigegeben ist. Wenn diese Schritte für Ihre Entscheidung wichtig sind, sollten sie unterscheidbar sein.

3. Leere Werte werden wie null behandelt

Keine erfassten Stunden bedeuten nicht automatisch, dass kein Aufwand entstanden ist. Ein fehlender Wert sollte als fehlend sichtbar bleiben, bis geklärt ist, was er bedeutet.

4. Datums- und Betragsformate passen nicht zusammen

Prüfen Sie beispielsweise, wie ein Import Dezimalkommas, Datumsangaben und Währungen behandelt. Kontrollieren Sie nach einer Datenübernahme einige bekannte Vorgänge vollständig.

5. Die Aktualisierung scheitert unbemerkt

Eine veraltete Übersicht darf nicht wie ein aktueller Datenstand wirken. Zeigen Sie den letzten erfolgreichen Import und einen verständlichen Hinweis, wenn eine Quelle nicht aktualisiert wurde. Die Uhrzeit des Seitenaufrufs ist dafür kein Ersatz.

Bei bestehenden Excel- und Power-Query-Abläufen können Werkzeuge zur Datenprofilierung helfen, leere oder fehlerhafte Werte und Verteilungen sichtbar zu machen. Microsoft weist darauf hin, dass die Profilierung standardmäßig zunächst die ersten 1.000 Zeilen betrachtet; für eine vollständige Prüfung muss der gesamte Datensatz ausgewählt werden. [1] Eine technisch gültige Zahl ist damit allerdings noch nicht fachlich richtig.

Für einen ersten Test genügt häufig ein bereinigter Export. Eine automatische Verbindung sollte erst dann folgen, wenn Aufbau, Definitionen und Prüfschritte funktionieren. Wie sich wiederkehrende Datenübergaben vereinfachen lassen, lesen Sie bei unserer Prozessautomatisierung.

Fallstudie: Ein Servicebetrieb verbindet Vertrieb, Projekte und Rechnungsübersicht

Die Ausgangslage

Ein Servicebetrieb verwaltet Angebote im CRM, Projektzeiten in einer separaten Anwendung und Rechnungen in seiner Buchhaltungssoftware. Die Leitung möchte erkennen, welche Angebote offen sind, wo die Aufwandsplanung abweicht und welche Rechnungen geklärt werden müssen.

Für eine erste Übersicht werden geprüfte Exporte verwendet. Eine automatische Anbindung ist ein möglicher späterer Schritt. Das Beispiel setzt vollständige und korrekt zugeordnete Daten in den ausgewerteten Bereichen voraus.

Ausgewählter Monat: September 2026. Gemeinsamer Datenstand: 30.09.2026.

Gezählt werden eindeutige Angebotsvorgänge. Überarbeitungen und ein erneuter Versand zählen nicht als zusätzliches Angebot.

Vier Anzeigen mit unterschiedlichen Aufgaben

Fiktive Beispieldaten: vier Anzeigen
AnzeigeDaten und BerechnungAussage
Erfolgsquote entschiedener September-Angebote20 im September versendete Angebote: 10 gewonnen, 6 verloren, 4 noch offen. 10 ÷ 16 entschiedene Angebote = 62,5 %.Die Quote beschreibt nur die bereits entschiedenen Angebote dieser Gruppe.
Neu gewonnener Auftragswert im September14 im September gewonnene Aufträge: 10 aus September-Angeboten mit 30.000 € netto und 4 aus älteren Angeboten mit 12.000 € netto. Keine Stornierungen im Beispiel. Summe: 42.000 € netto.Verbindlich gewonnener Auftragswert, kein Zahlungseingang und keine automatische Aussage zum Monatsumsatz.
Stundenabweichung abgeschlossener Projekte10 im September abgeschlossene Projekte: 240 Stunden geplant, 300 Stunden tatsächlich erfasst. (300 − 240) ÷ 240 = 25 %.Für diese Projekte wurden insgesamt 60 Stunden mehr als ursprünglich geplant benötigt.
Überfälliger Anteil offener RechnungsbeträgeOffene Restbeträge am Stichtag: 48.000 € brutto nach zugeordneten Zahlungen und Gutschriften. Davon 12.000 € mit Fälligkeit vor dem Stichtag. 12.000 ÷ 48.000 = 25 %.Ein Viertel des offenen Restbetrags ist überfällig; die einzelnen Rechnungen müssen geprüft werden.

Die zehn abgeschlossenen Projekte müssen nicht zu den 14 neu gewonnenen Aufträgen gehören. Jede Anzeige hat ihren eigenen fachlichen Bezug. Dieser steht direkt an der Kennzahl.

Für den Stundenvergleich werden derselbe Leistungsumfang und die ursprünglich freigegebene Planung zugrunde gelegt. Später vereinbarte Zusatzleistungen werden getrennt betrachtet. Die Gesamtquote wird aus den aufsummierten Stunden berechnet, nicht aus einem einfachen Durchschnitt unterschiedlicher Projektprozentsätze.

Warum dieselben Angebote zwei verschiedene Quoten ergeben

Von den 20 September-Angeboten sind am Stichtag zehn gewonnen. Der bisher gewonnene Anteil aller Angebote dieser Gruppe beträgt damit 50 Prozent.

Betrachten Sie nur die 16 bereits entschiedenen Angebote, ergeben dieselben zehn Erfolge eine Quote von 62,5 Prozent. Die vier offenen Angebote bleiben daneben sichtbar.

Beide Rechnungen sind mathematisch richtig. Sie beantworten unterschiedliche Fragen. Ohne eindeutige Beschriftung könnte die höhere Zahl einen falschen Eindruck erzeugen.

Auch 14 im September gewonnene Aufträge geteilt durch 20 September-Angebote wäre hier keine saubere Erfolgsquote dieser Angebotsgruppe: Vier Aufträge stammen aus älteren Angeboten.

Für Vergleiche zwischen Angebotsmonaten sollten Sie außerdem die Beobachtungsdauer berücksichtigen. Eine erst seit wenigen Tagen laufende Gruppe hat noch nicht dieselbe Entscheidungszeit wie eine ältere.

Quotenrechner

Verwenden Sie Angebote aus derselben ausgewählten Gruppe und einen gemeinsamen Auswertungsstichtag. Die Startwerte sind fiktive Beispieldaten.

Gesamt: 20 · Entschieden: 16

Erfolgsquote der entschiedenen Angebote
62,5 %
Grundlage: 10 von 16 entschiedenen Angeboten
Bisher gewonnener Anteil an allen Angeboten
50,0 %
Grundlage: 10 von 20 Angeboten insgesamt
Noch offener Anteil
20,0 %
Grundlage: 4 von 20 Angeboten insgesamt

Was die Leitung mit der Übersicht tun kann

Bei den vier offenen Angeboten prüft der Vertrieb den vereinbarten nächsten Schritt und eine zuständige Person. Aus „offen“ wird eine konkrete Wiedervorlage.

Bei den abgeschlossenen Projekten untersucht die Projektleitung zunächst die größten Stundenabweichungen. Liegt es an einer zu knappen Schätzung, an ungeplanten Arbeiten oder am Ablauf? Die Gesamtzahl zeigt, wo eine Untersuchung sinnvoll ist; sie beweist die Ursache nicht.

Bei den überfälligen Rechnungsbeträgen wird jeder Vorgang geprüft: Ist eine Zahlung noch nicht zugeordnet? Gibt es eine Rückfrage oder eine abweichende Vereinbarung? Erst nach dieser Klärung wird der passende nächste Schritt festgelegt.

Der Nutzen dieser ersten Übersicht liegt in einer gemeinsamen Arbeitsgrundlage. Ob sie später Zeit spart, Abläufe beschleunigt oder wirtschaftlich hilft, muss der Betrieb beobachten. Die Beispieldaten belegen keine Verbesserung durch die Einführung.

So gestalten Sie ein Dashboard, das im Alltag benutzt wird

Die wichtigsten Anzeigen sollten auch bei kurzer Nutzung verständlich sein. Zeigen Sie bei einer Kennzahl ihren Bezug, Zeitraum und Datenstand. Ergänzen Sie bei Bedarf einen Vergleich und einen Weg zu den zugehörigen Vorgängen.

Microsoft empfiehlt für Dashboards, die Zielgruppe und ihre Entscheidungen in den Mittelpunkt zu stellen, Kontext sichtbar zu machen und Zeiträume konsistent zu halten. Eine Übersicht soll die entscheidenden Informationen zeigen; Details können in nachgelagerten Ansichten liegen. [2]

Darstellung nach Zweck
Was Sie zeigen möchtenHäufig geeignete Darstellung
Eine Zahl mit klarer BedeutungKennzahl mit Einheit, Zeitraum und kurzer Erklärung
Entwicklung über mehrere ZeitpunkteEinfaches Liniendiagramm
Vergleich mehrerer Leistungen oder KategorienBalkendiagramm mit gleicher Skala
Konkrete Vorgänge mit HandlungsbedarfFilterbare Liste mit Status, Zuständigkeit und Termin

Farben sollten eine verständliche Bedeutung haben. Ein roter Wert braucht einen erklärten Grenzwert und einen Text, damit die Information auch ohne Farberkennung verständlich bleibt. Schwellenwerte legen Sie passend zum Betrieb fest; sie sind keine allgemeinen Branchenstandards.

Auf dem Smartphone ist eine kurze Reihenfolge wichtiger Kennzahlen oft sinnvoller als eine verkleinerte Desktopansicht. Prüfen Sie die Darstellung auf den Geräten, auf denen die Übersicht tatsächlich verwendet wird.

Wie aus der Auswertung ein verlässlicher Arbeitsablauf wird

Legen Sie für jede wichtige Anzeige eine verantwortliche Rolle und einen sinnvollen Rhythmus fest. Nicht jede Kennzahl muss ständig aktualisiert werden. Die Einsatzplanung kann aktuellere Daten benötigen als eine monatliche Nachkalkulation.

Ein möglicher Ablauf für offene Angebote:

  1. Die Übersicht zeigt Angebote, deren vereinbarte Wiedervorlage fällig ist.
  2. Die zuständige Person öffnet den Vorgang und sieht die bisherige Kommunikation.
  3. Sie dokumentiert eine Rückmeldung oder einen neuen nächsten Schritt.
  4. Die Übersicht berücksichtigt den aktualisierten Stand nach der vorgesehenen Datenübernahme.

Dabei müssen Berechtigungen und Datenverantwortung klar sein. Wenn ein Quellsystem die verbindliche Angebotsakte führt, sollten Änderungen dort ankommen oder im Dashboard nur zur Bearbeitung dorthin führen. Zwei voneinander unabhängige Statuslisten erzeugen sonst neue Unklarheit.

Starten Sie daher möglichst mit klar begrenztem Lesen und Auswerten. Ein Zurückschreiben in andere Systeme benötigt eine gesonderte Planung und Prüfung.

Was KI bei Auswertungen beitragen kann

KI kann beispielsweise helfen, Fragen in Alltagssprache zu formulieren, eine vorhandene Auswertung verständlich zusammenzufassen oder Freitext-Rückmeldungen für eine Prüfung vorzusortieren.

Für fest definierte Summen und Quoten sollten nachvollziehbare Berechnungen die Grundlage bleiben. Die KI darf nicht je nach Frage unbemerkt den Nenner, den Zeitraum oder eine Datenquelle wechseln.

Eine Antwort wie „Die Angebotsquote ist gesunken, weil die Preise zu hoch sind“ wäre ohne passende Nachweise zu weitgehend. Eine rückläufige Quote kann viele Gründe haben. Besser ist eine Zusammenfassung, die Beobachtung und mögliche Erklärung trennt und auf die verwendeten Daten verweist.

Wenn Sie einen KI-Assistenten einsetzen, sollten Datenstand und Quellen nachvollziehbar sein. Die Antworten müssen dieselben Zugriffsgrenzen beachten wie die zugrunde liegenden Daten. Personen- und Kundendaten werden nur im für den Zweck vorgesehenen Umfang verwendet.

Viele nützliche Dashboards funktionieren zunächst ohne KI. Ergänzen Sie sie dort, wo sie eine konkrete Aufgabe erleichtert und ihre Ergebnisse überprüfbar bleiben. Mehr dazu: KI-Automatisierung für Ihren Betrieb.

Einführung in fünf überschaubaren Schritten

1. Eine Entscheidung auswählen

Formulieren Sie eine konkrete Frage, etwa: „Welche fertiggestellten Aufträge können wir zur Abrechnung vorbereiten?“ Legen Sie fest, wer die Antwort braucht und was anschließend passieren soll.

2. Wenige Kennzahlen definieren

Beschreiben Sie Berechnung, Datenquelle, Zeitraum und Ausnahmen. Wählen Sie für den Anfang nur die Kennzahlen, die zu dieser Entscheidung passen.

3. Einen geprüften Datenausschnitt verwenden

Beginnen Sie mit bereinigten Beispieldaten oder einem passend geschützten Auszug. Gleichen Sie ausgewählte Vorgänge und Gesamtsummen mit der Quelle ab. Prüfen Sie auch fehlende Werte und einen fehlgeschlagenen Import.

4. Die Übersicht mit den späteren Nutzern erproben

Lassen Sie die Beteiligten eine echte Arbeitsfrage beantworten. Finden sie die betroffenen Vorgänge? Verstehen sie die Definition? Wissen sie, was als Nächstes zu tun ist?

5. Automatisierung und Erweiterung gezielt ergänzen

Erst wenn die Übersicht fachlich funktioniert, lohnt sich die Entscheidung über automatische Aktualisierung, zusätzliche Quellen oder weitere Abläufe. Legen Sie zugleich fest, wer Änderungen an Datenquellen und Kennzahlendefinitionen pflegt.

Für die Bewertung des Piloten genügen wenige Beobachtungen: Wie viel Zeit kostet die Vorbereitung der Auswertung? Wie häufig müssen Zahlen nachträglich korrigiert werden? Und werden erkannte Vorgänge tatsächlich bearbeitet? Vergleichen Sie ähnliche Arbeitsmengen und berücksichtigen Sie den Einführungsaufwand.

Welche Kosten sollten Sie einplanen?

Der Aufwand hängt davon ab, wie gut die Daten vorbereitet sind, wie viele Quellen beteiligt sind und ob Nutzer nur lesen oder auch Vorgänge bearbeiten sollen.

Planen Sie neben der Einrichtung auch Datenbereinigung, Abstimmung der Kennzahlen, Einführung und laufende Pflege ein. Schnittstellen können zusätzliche Kosten verursachen; ein manuell erstellter Export ist nicht dasselbe wie eine dauerhaft überwachte automatische Anbindung.

Bei Funktioniert Einfach beginnen individuelle Web-Apps ab 1.500 € netto einmalig für einen klar vereinbarten Umfang. Ob eine Auswertung in diesen Einstieg passt, klären wir anhand der Daten und gewünschten Funktionen. Mehrere komplexe Anbindungen oder eine umfangreiche Analyseplattform sind damit nicht pauschal eingeschlossen.

Laufende Plattform-, Hosting-, Lizenz- und Betreuungskosten werden gesondert betrachtet. Die mobile Umsetzung für iOS und Android mit vereinbarter Store-Begleitung wird ebenfalls separat kalkuliert, falls Ihr Projekt sie benötigt. Für viele interne Auswertungen ist zunächst der Browserzugriff der zu prüfende Einstieg. Auswertungen und Dashboards entwickeln lassen

Unser Ratgeber Wann sich eine eigene App für Ihren Betrieb lohnt hilft Ihnen, Einführungskosten und tatsächlich nutzbare Entlastung getrennt zu bewerten.

Checkliste für Ihre erste Auswertung

  • Die Übersicht beantwortet eine konkrete betriebliche Frage.
  • Jede Kennzahl hat eine eindeutige Definition und Datenquelle.
  • Zeitraum, Stichtag und letzter erfolgreicher Datenimport sind sichtbar.
  • Offene Vorgänge bleiben bei Quoten erkennbar.
  • Bestand und Ereignisse innerhalb eines Zeitraums werden unterschieden.
  • Auftragssummen, Rechnungen und Zahlungen sind klar beschriftet.
  • Netto- und Bruttowerte werden nicht vermischt.
  • Fehlende Angaben und doppelte Vorgänge wurden geprüft.
  • Nutzer können die betroffenen Vorgänge nachvollziehen.
  • Eine zuständige Person ist für den nächsten Schritt benannt.
  • Berechtigungen passen zu den benötigten Informationen.
  • Pflege, laufende Kosten und der Umgang mit Fehlern sind geklärt.

Kopiervorlage: Eine Kennzahl verständlich beschreiben

Kopiervorlage Kennzahl
Diese Frage wollen wir beantworten:

Diese Personen brauchen die Antwort:

Name der Kennzahl:

Diese Vorgänge zählen dazu:

Diese Vorgänge zählen nicht dazu:

Berechnung mit Zähler und Nenner, falls eine Quote:

Zeitraum oder Stichtag:

Datenquelle und zuständige Person:

Gewünschte Aktualisierung und sichtbarer Datenstand:

So werden fehlende oder fehlerhafte Daten angezeigt:

Bei dieser Abweichung prüfen wir genauer:

Dieser nächste Schritt soll möglich sein:

Ihr nächster Schritt: eine Frage, eine Datenquelle, eine erste Übersicht

Wählen Sie eine Entscheidung, für die Sie heute regelmäßig Zahlen zusammensuchen. Beschreiben Sie die benötigten Informationen mit der Vorlage. Daraus lässt sich ableiten, ob eine bessere vorhandene Auswertung genügt oder eine individuelle Anwendung sinnvoll ist.

Bei Funktioniert Einfach besprechen wir mit Ihnen die Datenlage, den gewünschten Arbeitsablauf und einen passenden ersten Umfang. Sie müssen dafür noch kein technisches Konzept mitbringen.

Häufige Fragen zu Dashboards für Betriebe

Müssen wir Excel vollständig ablösen?

Nein. Excel kann weiterhin Datenquelle oder Arbeitswerkzeug bleiben. Entscheidend ist, wie Informationen gepflegt, geprüft und ausgewertet werden. Ein Dashboard kann eine vorhandene Struktur ergänzen.

Werden die Zahlen automatisch in Echtzeit aktualisiert?

Das hängt von den Quellen, Schnittstellen und der vereinbarten Umsetzung ab. Regelmäßige Importe können für viele Entscheidungen ausreichen. Wichtig ist, dass der tatsächliche Datenstand sichtbar bleibt.

Kann ein Dashboard direkt auf unser CRM und Rechnungsprogramm zugreifen?

Das muss anhand der verfügbaren Exporte, Schnittstellen und Zugriffsrechte geprüft werden. Es gibt keine pauschale Zusage für jedes Programm. Für einen ersten fachlichen Test kann ein geeigneter Export genügen.

Warum kann dieselbe Angebotsgruppe verschiedene Erfolgsquoten ergeben?

Weil der Nenner unterschiedlich sein kann. Gewonnene Angebote geteilt durch alle Angebote beantworten eine andere Frage als gewonnene Angebote geteilt durch bereits entschiedene Angebote. Zeigen Sie die Definition und die offenen Fälle gemeinsam an.

Können auch Personal- oder Projektdaten ausgewertet werden?

Ja, sofern Datenqualität, Berechtigungen und der konkrete Verwendungszweck berücksichtigt werden. Die Bedeutung der Angaben muss klar sein: Projektstunden und gesamte Arbeitszeiten sind beispielsweise unterschiedliche Größen. Mehr dazu: Personal, Intranet und Zeiterfassung sinnvoll verbinden.

Brauchen wir dafür KI?

Für feste Summen, Quoten und Übersichten ist KI häufig nicht erforderlich. Sie kann ergänzend bei verständlichen Zusammenfassungen oder der Arbeit mit Freitext helfen. Berechnungen, Datenzugriff und verwendete Quellen müssen überprüfbar bleiben.

Einordnung der Quellen

Quellenprüfung: 21.10.2026. Die Quellen erläutern Datenprüfung und Gestaltung anhand von Microsoft-Werkzeugen. Sie sind keine Zusicherung, dass jede beschriebene Produktfunktion in einer individuellen Base44-App automatisch enthalten ist.

Das Fallbeispiel, seine Geschäftszahlen und alle dazugehörigen Berechnungen sind fiktiv. Sie erklären Definitionen und Arbeitsabläufe und belegen keine Kundenresultate.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. [1] Microsoft Learn: Verwenden der Tools zur Datenprofilerstellung in Power Querylearn.microsoft.com
  2. [2] Microsoft Learn: Tipps zum Gestalten von Power BI-Dashboardslearn.microsoft.com

Weitere Beiträge

KI-Automatisierung14 Min. Lesezeit

Tupzi: Unsere App-Idee für den Alltag mit ADHS

Gedanken ablegen, Gespeichertes wiederfinden und mit einem kleinen Schritt anfangen: Dafür planen wir Tupzi. Ein Einblick in unsere App-Idee, ihre Zielgruppe und den vorgesehenen ersten Funktionsumfang.

Artikel lesen: Tupzi: Unsere App-Idee für den Alltag mit ADHS