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CRM für kleine Teams: Wann eine Tabelle reicht und wann ein eigenes System sinnvoll wird

Tobias Werner, Funktioniert Einfach
· 13 Min. Lesezeit
Eine Anfrage landet im Postfach, die Telefonnummer steht im Handy und die Erinnerung an das Angebot auf einem Zettel. Solange eine Person alles überblickt, lässt sich damit arbeiten. Schwieriger wird es, wenn jemand ausfällt, mehrere Personen denselben Kontakt betreuen oder offene Vorgänge zwischen anderen Aufgaben verschwinden.
Ein CRM soll solche Abläufe nachvollziehbar organisieren. Die Abkürzung steht für Customer Relationship Management, also die Gestaltung und Pflege von Kundenbeziehungen. Software kann dafür Kontakte, Vorgänge, Aufgaben und Gesprächsverläufe zusammenführen. Welche Funktionen Sie tatsächlich benötigen, ergibt sich aus Ihrer Arbeit.
Für ein kleines Team ist deshalb weder eine Tabelle grundsätzlich unprofessionell noch eine individuelle Anwendung automatisch die beste Lösung. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, den passenden Umfang zu bestimmen: mit einer einfachen Startstruktur, einer Entscheidungsmatrix, einem Rechenbeispiel und einem praktikablen Einführungsplan. Alle betrieblichen Beispiele und Zahlen sind hypothetisch; sie beschreiben keine gemessenen Kundenergebnisse von Funktioniert Einfach.
1. Beschreiben Sie zuerst den Ablauf, den Sie verbessern möchten
Beginnen Sie mit einem konkreten Vorgang aus Ihrem Alltag. Was passiert zwischen einer eingehenden Anfrage und der Entscheidung über einen Auftrag? Wer prüft die Informationen? Wer erstellt ein Angebot? Wo wird dokumentiert, dass ein Kunde abgesagt hat oder eine Rückfrage offen ist?
Ein einfacher Ablauf könnte lauten: Anfrage eingegangen, Bedarf geklärt, Angebot versendet, Entscheidung offen, beauftragt oder abgesagt. Die Begriffe sind Vorschläge. Entscheidend ist, dass Ihr Team dieselben Zustände gleich versteht.
„Angebot versendet“ sollte beispielsweise bedeuten, dass es tatsächlich verschickt wurde. Ein gespeicherter Entwurf erfüllt diese Bedingung noch nicht. „Beauftragt“ wiederum beschreibt einen anderen Sachverhalt als „Kunde klingt interessiert“. Das System sollte solche Unterschiede sichtbar machen.
Trennen Sie außerdem den Bearbeitungsstand von der nächsten Aufgabe. Ein Vorgang kann seit mehreren Tagen auf „Entscheidung offen“ stehen, während die nächste Aktion lautet: „Die angefragte Ergänzung zur Leistungsbeschreibung vorbereiten“. Ein Status allein sagt noch nicht, was heute zu tun ist.
Notieren Sie zu jedem Schritt drei Dinge: die verantwortliche Person, die benötigten Informationen und die Bedingung für den nächsten Schritt. Wenn darüber Uneinigkeit besteht, lösen Sie diese zunächst im Team. Software kann unklare Zuständigkeiten speichern, aber nicht selbst sinnvoll entscheiden.
Beschränken Sie den ersten Einsatz auf einen Ablauf. Vertrieb, Projektplanung, Rechnungen und Support gleichzeitig umzubauen, erschwert die Prüfung, ob sich die Arbeit verbessert. Ein klar abgegrenzter Anfrageprozess liefert eine brauchbare Grundlage für spätere Erweiterungen.
2. Wann eine gemeinsame Tabelle ausreicht
Eine Tabelle ist ein sinnvoller Start, wenn Ihre Vorgänge ähnlich ablaufen, die Zuständigkeiten überschaubar sind und das Team die Informationen zuverlässig pflegt. Sie können Felder schnell anpassen und zunächst lernen, welche Angaben wirklich gebraucht werden.
Mehrere Nutzer schließen eine Tabellenlösung nicht grundsätzlich aus. Microsoft unterstützt die gemeinsame Bearbeitung von Excel-Arbeitsmappen unter bestimmten Voraussetzungen, etwa mit geeigneten Versionen und einer Datei auf OneDrive oder SharePoint Online. Prüfen Sie die konkrete Einrichtung, statt davon auszugehen, dass jede lokal gespeicherte Datei gleichzeitig bearbeitbar ist. [1]
Für eine erste Anfrageübersicht können folgende Felder genügen:
| Feld | Beispiel mit fiktiven Daten | Zweck |
|---|---|---|
| Vorgangsnummer | A-2026-014 | Anfrage eindeutig wiederfinden |
| Unternehmen und Kontakt | Beispielbetrieb, Kontaktperson A | Zuständige Person zuordnen |
| Eingang und Herkunft | 19.10.2026, Websiteformular | Entstehung des Vorgangs nachvollziehen |
| Anliegen | Neue Leistungsseite | Aufgabe kurz beschreiben |
| Verantwortlich | Teammitglied A | Bearbeitung verbindlich zuordnen |
| Bearbeitungsstand | Bedarf wird geklärt | Aktuelle Phase erkennen |
| Nächste Aktion und Termin | Umfang prüfen, 21.10.2026 | Konkrete Arbeit einplanen |
| Letzter Kontakt | 19.10.2026, Rückfrage erhalten | Anschluss an die Kommunikation finden |
| Ablageverweis | Link zum vorgesehenen Projektordner | Zugehörige Unterlagen erreichen |
Vereinbaren Sie, wer Einträge aktualisiert und wann die Liste durchgesehen wird. Auswahlfelder für Zustände und ein einheitliches Datumsformat helfen bei der konsistenten Erfassung. Sortieren Sie vollständige Datensätze, damit Kontaktdaten und Aufgaben zusammenbleiben.
Legen Sie einen verbindlichen Arbeitsort fest. Herumgeschickte Kopien wie „Kundenliste_final_neu“ erschweren die Zusammenarbeit. Zugriffsrechte, Sicherung und die Wiederherstellung versehentlich veränderter Daten gehören ebenfalls zur Einrichtung.
Die Tabelle darf schlank bleiben. Wenn niemand aus einer Spalte eine Entscheidung oder Aufgabe ableitet, prüfen Sie ihren Nutzen. Weniger erforderliche Eingaben erleichtern die regelmäßige Pflege.
3. Woran Sie erkennen, dass die Tabelle an Grenzen kommt
Die Zahl gespeicherter Kontakte allein ist kein verlässlicher Wechselgrund. Eine große Liste mit wenigen Änderungen kann leicht zu verwalten sein. Eine kleinere Liste mit vielen Rückfragen, mehreren Ansprechpartnern und wechselnden Zuständigkeiten kann erheblich mehr Arbeit verursachen.
Beobachten Sie deshalb konkrete Schwierigkeiten. Müssen Mitarbeiter regelmäßig fragen, wer zuletzt mit einem Interessenten gesprochen hat? Werden Rückmeldungen doppelt bearbeitet? Fehlt bei Vertretungen die nächste Aufgabe? Müssen Informationen aus mehreren Dateien zusammengetragen werden, bevor eine Entscheidung möglich ist?
Auch Beziehungen zwischen Daten sind aufschlussreich. Ein Unternehmen kann mehrere Kontaktpersonen und gleichzeitig mehrere offene Angebote haben. Wenn jede Zeile sämtliche Stammdaten wiederholt, entstehen widersprüchliche Angaben leicht durch manuelle Pflege. Eine strukturierte Anwendung kann diese Informationen getrennt verwalten und miteinander verknüpfen.
Ein weiterer Prüfpunkt sind Berechtigungen. Wenn unterschiedliche Personen nur bestimmte Informationen sehen oder bearbeiten sollen, reicht eine gemeinsame Datei mit pauschalem Zugriff möglicherweise nicht aus. Ob eine Tabellenplattform die benötigte Trennung unterstützt, müssen Sie an der konkreten Konfiguration prüfen.
Führen Sie für einen begrenzten Zeitraum ein einfaches Störungsprotokoll. Notieren Sie beispielsweise Suchaufwand, doppelte Erfassung und unklare Übergaben. Beschreiben Sie jeweils den Auslöser. Nicht jeder Fehler ist ein Softwareproblem: Eine fehlende Vertretungsregel braucht zunächst eine organisatorische Lösung.
Formulieren Sie aus wiederkehrenden Schwierigkeiten prüfbare Anforderungen. Aus „Wir brauchen mehr Übersicht“ wird etwa: „Eine Vertretung soll alle offenen Aufgaben eines Kollegen mit Fälligkeit und zugehörigem Vorgang sehen können.“ Damit lässt sich eine Lösung später gezielt beurteilen.
4. Tabelle, Standard-CRM oder individuelle Anwendung?
Vergleichen Sie drei Möglichkeiten: die vorhandene Tabelle verbessern, ein Standard-CRM passend einrichten oder eine individuelle Anwendung entwickeln. Eine Anpassung vorhandener Software kann bereits genügen; individuelle Entwicklung ist eine zusätzliche Option für Anforderungen, die sich damit nicht sinnvoll abdecken lassen.
| Entscheidungspunkt | Gemeinsame Tabelle | Eingerichtetes Standard-CRM | Individuelle Anwendung |
|---|---|---|---|
| Überschaubare, ähnliche Vorgänge | Häufig ausreichend | Möglich, eventuell unnötig umfangreich | Meist kein überzeugender Anlass allein |
| Aufgaben und Kontaktverlauf | Durch vereinbarte Pflege abbildbar | Häufig vorhanden; konkret prüfen | Muss gezielt umgesetzt werden |
| Besondere Freigaben und Beziehungen | Kann umständlich werden | Konfigurierbarkeit prüfen | Passgenaue Gestaltung möglich |
| Rollen und Berechtigungen | Möglichkeiten der Plattform prüfen | Tarif und Rechtekonzept prüfen | Entwurf und sorgfältige Prüfung erforderlich |
| Einführung und Betrieb | Einrichtung und Pflege organisieren | Konfiguration, Schulung und laufende Kosten | Zusätzlich Entwicklung, Wartung und Übergabe |
| Späterer Wechsel | Datenstruktur und Export prüfen | Exportumfang und Vertragsbedingungen prüfen | Daten, Dokumentation und Betriebsübergabe vereinbaren |
Die Tabelle beschreibt Auswahlfragen und typische Unterschiede, keinen Produkttest. Einzelne Angebote können deutlich davon abweichen.
Testen Sie eine Standardlösung mit Ihren wichtigsten Aufgaben, bevor Sie fehlende Eignung annehmen. Ein eigener Status, ein zusätzliches Feld oder eine vorhandene Schnittstelle kann einen großen Teil des Bedarfs abdecken.
Für eine individuelle Anwendung spricht eher eine konkrete Kombination: besondere Abläufe, passende Anbindungen und eine Bedienung, die sich mit vertretbarem Aufwand anders nicht erreichen lässt. Fragen Sie dabei immer, wie stabil diese Anforderungen sind. Einen noch ungeklärten Prozess exakt nachzubauen kann spätere Änderungen teuer machen.
„Eigenes System“ bedeutet zudem nicht automatisch vollständige technische Unabhängigkeit. Eine auf einer Plattform entwickelte Anwendung kann weiterhin an deren Hosting, Funktionen, Abrechnung oder Exportmöglichkeiten gebunden sein. Klären Sie diese Abhängigkeiten ebenso wie bei einem Standardprodukt.
5. Rechnen Sie mit Gesamtkosten und tatsächlich nutzbarer Zeit
Vergleichen Sie über einen festgelegten Zeitraum, beispielsweise zwölf Monate. Zur Einführung gehören neben einer möglichen Einrichtung oder Entwicklung auch Datenbereinigung, Übernahme, Schulung und interne Abstimmung. Laufend kommen je nach Lösung Lizenzen, Hosting, Wartung, Schnittstellen und Betreuung hinzu.
Berücksichtigen Sie auch Änderungen. Wer passt ein Feld an? Wer untersucht eine fehlerhafte Verbindung? Wer hilft bei einem Anbieterwechsel? Ein niedriger Einstiegspreis beantwortet diese Fragen nicht.
Das folgende vereinfachte Rechenbeispiel verwendet ausschließlich angenommene Werte, keine Marktpreise und kein Angebot von Funktioniert Einfach:
- Drei Personen sparen jeweils zwölf Minuten pro Arbeitstag.
- Bei zwanzig Arbeitstagen sind das 720 Minuten, also zwölf Stunden im Monat.
- Mit einem angenommenen internen Stundenwert von 40 Euro entsprechen diese Stunden einem rechnerischen Kapazitätswert von 480 Euro.
- Bei zusätzlichen laufenden Kosten von 120 Euro bleibt rechnerisch eine Differenz von 360 Euro monatlich.
- Angenommene einmalige Einführungskosten von 1.440 Euro wären in diesem Modell nach vier Monaten ausgeglichen.
Diese Rechnung setzt voraus, dass die zwölf Stunden bereits den zusätzlichen Pflegeaufwand berücksichtigen und tatsächlich nutzbar werden. Werden nur sechs Stunden frei, beträgt der rechnerische Wert 240 Euro. Nach den laufenden Kosten bleiben 120 Euro; die rechnerische Ausgleichsdauer steigt auf zwölf Monate.
Freie Zeit ist noch kein zusätzlicher Zahlungseingang. Sie wird wirtschaftlich anders wirksam, wenn dadurch Überstunden entfallen, mehr abrechenbare Arbeit möglich wird oder lediglich mehr Luft im Tagesablauf entsteht. Halten Sie Kapazitätsgewinn, vermiedene Ausgaben und zusätzlichen Umsatz getrennt fest.
Nutzen Sie eigene Beobachtungen und prüfen Sie eine vorsichtige Variante. Ein System, das sich nur bei optimistischen Annahmen lohnt, verdient vor einer größeren Investition einen begrenzten Praxistest.
6. Definieren Sie eine erste Version mit klaren Grenzen
Für einen ersten CRM-Einsatz können Kontakte, Unternehmen, Vorgänge und Aufgaben ausreichen. Ergänzen Sie eine einfache Historie, damit nachvollziehbar bleibt, welche relevante Abstimmung stattgefunden hat. Welche Informationen getrennte Datensätze benötigen, hängt von Ihren Abläufen ab.
Eine kurze Anforderungsliste sollte den Zweck jeder Funktion nennen. „Aufgabenliste“ ist zu ungenau. „Jede Person sieht ihre fälligen Aufgaben; Vertretungen sehen freigegebene Aufgaben mit Kontext“ ist überprüfbar. Gleiches gilt für Suche, Filter und Berechtigungen.
Beginnen Sie bei Automatisierungen mit internen Hilfen. Ein Formular kann einen Vorgang zur Prüfung anlegen. Eine fehlende Zuständigkeit kann intern angezeigt werden. Eine Wiedervorlage kann eine Aufgabe sichtbar machen. Definieren Sie jeweils Auslöser, Ergebnis und Verhalten bei Fehlern.
Beispielsweise sollte ein mehrfach übermitteltes Formular nicht unbemerkt mehrere identische Arbeitsaufträge erzeugen. Prüfen Sie deshalb doppelte Eingänge und fehlende Pflichtangaben. Eine interne Aufgabe darf außerdem nicht als bereits versendete Kundenantwort erscheinen.
Bei automatisch versendeten Nachrichten kommt eine weitere Frage hinzu: Darf die konkrete Nachricht über diesen Kanal versendet werden? Die Speicherung einer E-Mail-Adresse im CRM ist keine Werbeeinwilligung. Für Werbung per elektronischer Post gelten die Anforderungen des § 7 UWG; die Bestandskundenausnahme greift nur unter ihren gesetzlichen Voraussetzungen. [2]
KI-Funktionen sind ebenfalls gezielt zu prüfen. Eine vorgeschlagene Gesprächszusammenfassung braucht eine Kontrolle auf korrekte Namen, Zusagen und Termine. Ein automatisch erzeugter Text darf nicht ungeprüft zum verbindlichen Angebotsinhalt werden.
Verschieben Sie Funktionen ohne klaren Nutzen. Ein zusätzliches Dashboard hilft wenig, wenn niemand die zugrunde liegenden Daten pflegt. Eine zuverlässige Aufgabenübersicht kann für die erste Version wertvoller sein als viele kaum verwendete Auswertungen.
7. Planen Sie Datenschutz, Zugriffe und einen möglichen Ausstieg mit
Ein CRM kann personenbezogene Daten von Ansprechpartnern und Interessenten enthalten. Legen Sie fest, für welche Zwecke Sie diese Angaben benötigen, auf welcher Rechtsgrundlage Sie sie verarbeiten und wann eine Löschung oder Überprüfung vorgesehen ist. Sammeln Sie nur erforderliche Informationen und beachten Sie die jeweiligen Informationspflichten. Diese Grundsätze gelten unabhängig davon, ob Sie eine Tabelle oder eine Anwendung verwenden. [3]
Vermeiden Sie private Bewertungen von Personen in Freitextfeldern. Sachliche Notizen wie „Rückmeldung nach interner Abstimmung angekündigt“ helfen bei der Bearbeitung. Spekulationen über Persönlichkeit oder private Lebensumstände gehören nicht in eine gewöhnliche Vertriebsnotiz.
Vergeben Sie Zugriffe passend zur Aufgabe. Prüfen Sie individuelle Konten, zusätzliche Anmeldesicherung, den Entzug von Zugängen beim Ausscheiden und nachvollziehbare Änderungen. Auch Sicherungen und die Wiederherstellung müssen funktionieren. Der Europäische Datenschutzausschuss behandelt Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit als zentrale Bestandteile der Datensicherheit. [4]
Wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet, muss die Rollenverteilung geprüft und die erforderliche Auftragsverarbeitung vertraglich geregelt werden. Prüfen Sie Unterauftragnehmer und gegebenenfalls internationale Übermittlungen. Die Wahl eines Anbieters nimmt Ihnen nicht sämtliche eigenen Verantwortlichkeiten ab. [5]
Klären Sie außerdem den Ausstieg: Welche Daten lassen sich exportieren? Sind Gesprächsnotizen, Aufgaben, Beziehungen und Anhänge enthalten? Können Sie den Export ohne das bisherige System sinnvoll weiterverwenden? Ein Datenexport ist dabei kein vollständiger Ersatz für ein getestetes Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren.
Bei einer individuellen Lösung gehören Dokumentation, administrative Zugänge und Verantwortlichkeiten für den Betrieb in die Vereinbarung. Fragen Sie konkret, was bei Krankheit, Vertragsende oder einem Wechsel des Entwicklers passiert. Ein verständlicher Übergabeplan gehört zur langfristigen Nutzbarkeit.
8. Führen Sie das CRM mit einem begrenzten Pilotbetrieb ein
Wählen Sie für den Einstieg einen klaren Prozess und einen überschaubaren Kreis beteiligter Personen. Legen Sie vorab fest, welche Beobachtungen über eine Fortsetzung entscheiden: Sind offene Aufgaben auffindbar? Funktioniert die Vertretung? Entstehen weniger Doppeleingaben? Bleibt die Pflege im vorgesehenen Rahmen?
Beginnen Sie mit erfundenen Testdaten. Spielen Sie eine neue Anfrage, eine Rückfrage, zwei Vorgänge desselben Unternehmens und eine Übergabe durch. Prüfen Sie auch eine fehlende Zuständigkeit, einen doppelten Eingang und einen Benutzer ohne die nötige Berechtigung.
Vor der Übernahme echter Daten bereinigen Sie die Ausgangsbestände. Legen Sie fest, welche Spalten wohin gehören und welche Einträge tatsächlich noch benötigt werden. Prüfen Sie eine kleine Importmenge zunächst auf Zuordnung, Datumsformate und Zeichenkodierung. Eine identische Zeilenzahl beweist noch keine korrekte Übernahme.
Für den produktiven Pilotbetrieb braucht es eine eindeutige Regel, welches System für die ausgewählten Vorgänge verbindlich ist. Ungeklärte Parallelpflege in alter Tabelle und neuem CRM erzeugt neue Widersprüche. Halten Sie außerdem fest, wie Sie bei einem Fehler auf einen geprüften Ausgangsstand zurückkehren können.
Erklären Sie dem Team die täglichen Handgriffe anhand des eigenen Ablaufs. Wer legt einen Vorgang an? Wer ergänzt eine nächste Aufgabe? Wer kontrolliert offene Übergaben? Eine kurze Arbeitsanleitung unterstützt die gemeinsame Nutzung.
Werten Sie anschließend die vorher festgelegten Kriterien aus. Vergleichen Sie möglichst ähnliche Aufgaben und berücksichtigen Sie den anfänglichen Lernaufwand. Erst wenn die erste Version zuverlässig genutzt wird, erweitern Sie den Umfang. Die richtige nächste Funktion ergibt sich aus beobachteter Arbeit, nicht aus der Länge einer Wunschliste.
Häufige Fragen zum CRM für kleine Teams
Ab wie vielen Kontakten brauche ich ein CRM?
Es gibt keine für alle Betriebe passende Kontaktzahl. Entscheidend sind unter anderem parallele Vorgänge, Übergaben, Aufgaben und Berechtigungen. Prüfen Sie, ob Ihr Team den aktuellen Stand zuverlässig findet und nächste Schritte organisiert. Wiederkehrende Sucharbeit und unklare Zuständigkeiten sind für die Entscheidung aussagekräftiger als die reine Länge der Kontaktliste.
Ist Excel für die Kundenverwaltung grundsätzlich ungeeignet?
Nein. Eine passend eingerichtete und konsequent gepflegte Tabelle kann einfache Abläufe unterstützen. Gemeinsame Bearbeitung ist unter geeigneten technischen Voraussetzungen möglich. [1] Prüfen Sie trotzdem Zugriffe, Sicherung und die benötigte Struktur. Wenn mehrere Angebote, Ansprechpartner und Aktivitäten pro Unternehmen zusammenhängen, kann eine dafür eingerichtete Anwendung die Pflege erleichtern.
Muss eine individuelle Lösung alle Funktionen selbst entwickeln?
Nein. Bestehende Dienste und Schnittstellen können Teil der Lösung sein. Dadurch entstehen allerdings Abhängigkeiten, laufende Kosten und zusätzliche Prüfaufgaben. Klären Sie, welche Funktionen die Plattform bereitstellt, was individuell entwickelt wird und wer das Zusammenspiel betreut. Eine individuelle Oberfläche allein bedeutet noch keine vollständige Unabhängigkeit vom Anbieter.
Welche Kennzahlen helfen nach der Einführung?
Beginnen Sie mit wenigen Werten, die zur Aufgabe passen: offene Vorgänge ohne Zuständigkeit, fällige Aufgaben ohne Bearbeitung oder Zeit für eine definierte Übergabe. Vereinbaren Sie die Bedeutung dieser Werte vor dem Vergleich. Mehr erfasste Aktivitäten sind nicht automatisch mehr Kunden. Veränderungen der Abschlussquote lassen sich nicht ohne Weiteres allein dem CRM zuschreiben.
Kann ich später von einer Tabelle auf ein CRM wechseln?
Ja, wenn Datenstruktur, Qualität und Importmöglichkeiten dazu passen. Eindeutige Kennungen, konsistente Zustände und sauber gepflegte Kontaktangaben erleichtern die Übernahme. Prüfen Sie vorab einen kleinen Import und den späteren Export. Planen Sie außerdem, wie historische Notizen und Anhänge zugeordnet werden; eine einfache Kontaktliste bildet nicht den gesamten Verlauf ab.
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Sie möchten wissen, ob Ihre Tabelle noch ausreicht, ein Standard-CRM passt oder eine individuelle Anwendung sinnvoll ist? Bringen Sie einen typischen Anfrageablauf und die wiederkehrenden Schwierigkeiten mit. Anhand dieser Grundlage lassen sich notwendige Funktionen, ein realistischer erster Umfang und die Anforderungen an den Betrieb besprechen.
Funktioniert Einfach unterstützt Sie dabei, digitale Abläufe verständlich zu planen. Der erste Schritt ist ein klarer Blick auf die Arbeit, die Ihre Lösung künftig erleichtern soll.
CRM und digitale Abläufe besprechen
Verantwortlich: Tobias Werner, Funktioniert Einfach. Mit KI-Unterstützung erstellt. Redaktioneller Stand: 19. Oktober 2026.
Quellen und weiterführende Informationen
- [1] [1] Microsoft Support: Gleichzeitiges Bearbeiten von Excel-Arbeitsmappen mit der gemeinsamen Dokumenterstellung. Voraussetzungen für unterstützte Versionen, Ablage und Zusammenarbeit.support.microsoft.com
- [2] [2] Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 7: Unzumutbare Belästigungen. Anforderungen an Werbekontakte, insbesondere elektronische Post und die gesetzlich begrenzte Bestandskundenausnahme.www.gesetze-im-internet.de
- [3] [3] Europäischer Datenschutzausschuss: Datenschutzgrundlagen. Leitfaden für kleine Unternehmen zu Zwecken, Rechtsgrundlagen, Datenminimierung und weiteren Grundsätzen.www.edpb.europa.eu
- [4] [4] Europäischer Datenschutzausschuss: Sichere personenbezogene Daten. Organisatorische und technische Maßnahmen sowie Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.www.edpb.europa.eu
- [5] [5] Europäischer Datenschutzausschuss: Verantwortlicher oder Auftragsverarbeiter. Rollen, Verantwortlichkeiten und vertragliche Anforderungen bei der Auftragsverarbeitung.www.edpb.europa.eu
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